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Weekly Update: Provence Edition

What happened *Anzeige*: Ich war auf einem wirklich aufgeregenden Job: Ich habe Fotos gemacht für das Tourismus-Office Provence und zusammen mit Ansgar eine kleine Reise durch drei verschiedene Städte angetreten. Gestartet sind wir in Avignon, einer Stadt mit ungefähr 100.000 Einwohnern, vielen Studenten und Künstlern. Hier sieht jede Straße alt und historisch aus, als würde man durch eine Filmkulisse laufen. Neben der berühmten Brücke „Pont d’Avignon“, auf der man übrigens von mindestens jedem zweiten Besucher das berühmte Lied singen hören kann, ist das wohl sehenswerteste, historische Gebäude der Papstpalast, der im 14. Jahrhundert erbaut wurde. Mit Tablets kann man an Stationen in die Vergangenheit zurückreisen und durch das Tablet kann man quasi durch das längst vergangene Jahrhundert laufen. Wahnsinnig spannend und interessant, sicherlich auch für Kinder und man sollte hier viel mehr Zeit einplanen, als wir hatten. Mindestens einen halben Tag kann man sich sicher dort aufhalten (der Palast ist riesig).
Noch eine positive Sache: Vermutlich durch die vielen Studenten ist viel frischer Wind in die Stadt gekommen, neben hippen Cafés und Festivals gibt es mittlerweile eine große Auswahl an vegetarischem und auch veganem Essen, was ich vor einigen Jahren in Frankreich fast noch undenkbar fand.

In Marseille gibt es so viel zu entdecken, dass ein Tag nicht ausreicht. Das haben wir schnell gemerkt. Obwohl die zweitgrößte Stadt in Frankreich, ist sie überhaupt nicht mit Paris zu vergleichen. Ich fand es um einiges ruhiger, es gibt kaum Straßenverkäufer und so viel weniger Touristen. 3 Tage würde ich hier mindestens einplanen.

Kauft als erste Handlung unbedingt einen 24- oder 72-Stunden City Pass! Damit könnt ihr nicht nur die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, ihr kommt auch umsonst mit dem Boot (ihr müsst euch trotzdem zuerst an der Kasse anstellen, den Pass vorzeigen und ein Ticket holen) auf die wunderschönen Frioul Inseln, wo man spazieren gehen, Vögel beobachten oder im kristallklaren Wasser schwimmen kann. Außerdem gibt es extrem viele Rabatte und freien Eintritt in zahlreiche Museen, sogar free Tastings und Samples. Hier habe ich eine Übersicht gefunden.

Die berühmte „Graf von Monte Cristo“ Burg konnten wir wegen der Wellen leider nicht sehen. Ich rate euch, den Besuch direkt am ersten Tag zu planen, damit ihr es notfalls am nächsten Tag nochmal versuchen könnt. Das Wasser muss extrem ruhig sein, damit die kleine Insel anfahrbar ist.

Toulon ist noch ein Geheimtipp. Bislang war die Stadt vor allem oder fast ausschließlich als Militärbasis bekannt, mittlerweile siedeln sich vor allem viele junge Leute dort an. Sehenswert ist der riesige Markt in der Innenstadt, über den ihr jeden Morgen außer Montags flanieren könnt.

Der Hafen ist nur wenige hundert Meter entfernt. Von dort aus seht ihr bereits diese gigantischen Militärschiffe, die teilweise so riesig sind, dass sie für eigene kleine Inseln gehalten werden könnten. Mehrere Touren (ca. 8 Euro) werden angeboten, um diese Giganten vom Wasser aus der Nähe zu betrachten, allerdings gibt es die bislang meine ich nur auf französisch. Wirklich gefallen haben mir die Strände um Toulon, die in der Regel doch sehr Menschenleer waren.

Im Gegensatz zu Italien dürfen Grundstücke an Gewässern nicht privatisiert werden. Das bedeutet, man muss nicht lange suchen, um einen Zugang zum Wasser zu finden und die Menschen verteilen sich viel mehr an den Stränden entlang. Ein Plätzchen zu finden, das nicht völlig überfüllt ist, ist in Frankreich also um einiges leichter und das finde ich unglaublich sympathisch: In Frankreich ist das Meer für alle da. Und weil man immer im Kopf hat, dass Franzosen kein Englisch sprechen können: Die meisten können sich sogar sehr gut verständigen und erstaunlich viele haben sogar deutsch mit uns gesprochen.

in den News: Diese Nachricht ist so traurig und unfassbar, dass sie wohl fast witzig wäre, wenn es sich nicht um das Schicksal eines Menschen handeln würde. Das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl in Österreich will einen Afghanen abschieben, weil es ihm nicht glaubt, dass er homosexuell ist. Mit der absolut absurdesten Begründung:

Wishlist: Könnt ihr euch an das Verfahren gegen den Feine Sahne Fischfilet Sänger wegen Landfriedensbruch erinnern? Der soll einen Stuhl auf Neonazis geworfen haben, wurde dann aber freigesprochen. Berühmt wurde der Prozess wohl wegen der Aussage eines Polizisten, der sagte, dass die Linken ihren Schlaftruf riefen. „Welcher?“ fragte der Richter. „Ich kann kein Spanisch ‚Barista, Barista – Antifascista‘ oder so“. Naja, klingt ja auch viel schlüssiger als Alerta und so hat ganz Twitter den neuen Spruch hellauf begeistert gefeiert. Ich komme darauf, weil die AFD einen Shitstorm organisiert hat, als jemand ein T-Shirt mit eben diesem Spruch in einer WDR Sendung getragen hat. Und jetzt will ich auch so eins!

Auf dem Plan: Ich werde Ende der Woche in die Heimat fahren, sogar für eine ganze Weile. Außerdem wollte ich seit Ewigkeiten ein DIY erstellen und die Materialien stauben hier langsam schon zu. Deshalb nehme ich das mal in Angriff und bin gespannt auf euer Feedback. Außerdem scheint das Sommerloch gerade offiziell vorbei zu sein. Irgendwie gibt es im Moment doch einiges zutun und das kommt immer so plötzlich.

Tweets der Woche:

1 Comment

  • 1 Monat ago

    Avignon ist so wunderschön! Letztes Jahr im August war ich auch dort.




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