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Italy Roadtrip Pt.2: Piemont

Den ersten Teil unseres Italientrips könnt ihr hier lesen. Wie ihr seht, haben wir in den ersten paar Tagen eine Menge erlebt. Wir sind viel gelaufen, viel gefahren und waren schon jetzt unheimlich beeindruckt von der Landschaft und vor allem von diesem Wahnsinns-Essen. Alles, was wir erlebt haben, war wahnsinnig spontan. Zimmer oder Apartments haben wir Maximal einen Tag im Voraus gebucht und unsere Strecken haben wir genauso spontan herausgesucht.

CERESETO

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Ich wollte gerne ein paar Tage abschalten. Wenig fotografieren und entdecken, sondern einfach die Sonne genießen und ein wenig im Pool schwimmen und das haben wir in Piemont getan. Dort gibt es eine Menge alter Bauernhäuser, die in kleine Resorts umgebaut wurden und so kann man ein paar Tage mit wunderbarem Blick auf die Weinberge genießen. Die Landschaft ist wirklich einmalig und diese kleinen, ruhigen Dörfer sehen aus wie gezeichnet.

Die Gegend, in der wir waren, ist besonders berühmt für ihren Wein und die kräftige, rote Rebsorte Barbera. Es war also klar, dass wir zumindest eins der vielen Weingüter besuchen und den berühmten Wein probieren wollten. Ganz zufällig lag das Weingut Tenuta Tenaglia einer deutschen Winzerin nur wenige Kilometer entfernt. Wenn ihr ein Gut besuchen wollt, schreibt vorher eine Email, dass ihr gerne vorbei kommen mögt. Meistens wird euch relativ schnell geantwortet und nach einer kleinen Führung durch die alten Keller könnt ihr dann die eigens hergestellten Weine probieren.

Ich bin einfach kein Rotweinfan und ich weiß so gar nicht, worauf ich achten muss. Aber obwohl Ansgar die Weine sehr gut geschmeckt haben (er trinkt immer Rot), muss ich zugeben, dass mir, wenn ich denn einmal in 1000 Jahren einen trinke, französische Rotweine doch irgendwie besser schmecken. Dafür habe ich dort einen wahnsinnig leckeren Chardonnay getrunken und weil der Versand vergleichsweise teuer ist (dafür habe ich hier eine Website gefunden, auf der man den Wein bestellen kann), haben wir so viele Flaschen gekauft, wie sie noch in unseren Koffer passen. Eine Flasche ist noch übrig und ich freue mich schon darauf, sie bald zu öffnen.

LAGO MAGGIORE

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Am Lago Maggiore haben wir unsere letzten Tage der Reise verbracht. Unsere Basis war ein wenig außerhalb. Weil wir so spät gebucht haben, war tatsächlich schon sehr viel ausgebucht, dafür haben wir eine schöne Ferienwohnung mit Küche gefunden, so konnten wir uns selbst günstig Essen kochen. Trotzdem war es ungewöhnlich leer in der Gegend, wie uns gesagt wurde. Niemand weiß genau, wieso die Touristen dieses Jahr ausbleiben.

In dieser Gegend gibt es eine ganze Menge Seen, auch wenn man ein bisschen suchen muss, um eine Badestelle zu finden. In Italien hat man fröhlich alles mögliche privatisiert, nicht nur den Löwenanteil der Seeufer, sondern auch sehr viele Abschnitte am Meer. Das ist teilweise wirklich nervig und irgendwie schade und deshalb muss man ein wenig suchen, um einen winzigen Abschnitt zu finden, der für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Am ehesten kann ich den Lago d’Orta empfehlen, mit wunderschönem, klarem Wasser und an der Autostrecke im Westen, an der Via Lungo Lago, befinden sich ein paar öffentliche Badestellen mit leichtem Einstieg.

Der Orta san Giulio ist ein kleines Dorf, das doch recht touristisch ist, aber es lohnt sich, ein wenig durch die Straßen zu flanieren und es gibt ausreichend Parkplätze vor der Stadt. Mit dem Boot könnt ihr rüber fahren zur kleinen Insel Isola San Giulio. Anschließend lohnt es sich, hochzufahren zur Wallfahrtsstätte „Sacro Monte d’Orta“. Von hier aus habt ihr nicht nur einen Wahnsinns-Ausblick auf den See und die kleine Insel, ihr könnt auch die vielen kleinen Kapellen anschauen und der ein oder anderen werden euch Dinge erwarten, die ihr wohl nicht erwartet hättet.

Ausblick von Sacro Monte d’Orta
Isola San Giulio

 

 

FUNIVIE

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Ein Highlight war definitiv die Funivie del Lago Maggiore. Das wurde uns von der Besitzerin unseres Ferienapartments empfohlen und es war der absolute Wahnsinn, in  diesen engen Eimern über 1000 Meter nach oben zu fahren. Ein kleines Abenteuer, man muss nämlich schnell hineinspringen, während das Ding immer weiter fährt. Angehalten wird nämlich nicht. Die Hin und Rückfahrt kostet 10 Euro pro Person und ist jeden Cent wert.

Zuerst wollten wir die normale Gondel an einem anderen Ort nehmen, an der es auch eine Rodelbahn (Alpyland) gibt, aber der Preis ist um einiges höher (19 Euro Pro Person), was meiner Meinung nach nicht gerechtfertigt ist, wenn man mit vielen anderen Menschen in so eine Gondel gezwängt wird und zum anderen muss man, wenn man mit dem Auto zu der Rodelbahn gelangen will, über eine privatisierte Straße fahren, an der die Besitzer über 7 Euro für die Durchfahrt verlangen (da wären wir wieder bei Italien und Privatisierungen). Bevor ich diesen Menschen auch nur einen  Euro in den Rachen stopfe, verzichte ich lieber darauf und fahre einfach in den lustigen Eimern auf den Berg.

Übrigens war oben so gut wie nichts los und man kann oben in dem Café einen Aperitivo zu völlig humanen Preisen trinken. Ich empfehle euch unbedingt, die Fahrt so zu timen, dass ihr zum Sonnenuntergang  hinauf- oder hinunter fahrt. Es ist wirklich traumhaft. Bis Mitternacht könnt ihr wieder herunterfahren.

 

 

ANTRONASEE

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Am letzten Tag sind wir ins Gebirge gefahren. Ich habe das Valle Antrona rausgesucht, eins von 7 Tälern, das am wenigsten besucht sein soll, mit einem wunderschönen See, um den man herumspazieren kann. Spazieren war dann ein wenig untertrieben… Der Nationalpark war tatsächlich wunderschön (und es kostet keinen Eintritt), das Wasser war herrlich, kristallklar und gar nicht kalt, wie ich erwartet habe. Es waren auch kaum andere Menschen dort. Die erste Hälfte des Weges fühlt sich an wie ein Spaziergang, bis es dann über Stock und Stein und ordentlich in die Höhe geht. Besonders bei den Temperaturen war das eine echte Herausforderung für mich und ich habe mehrere Pausen verlangt. Mehrere ältere Menschen waren wohl auch nicht darauf vorbereitet und hatten am Ende echte Probleme. Wir haben einem Pärchen noch unser Wasser gegeben, weil sie überhaupt kein Proviant dabei hatten, am Ende hatte die Frau noch einen Kreislaufzusammenbruch. Für Wanderer ist das sicher ein leichter Spazierweg, für Menschen, die das nicht gewohnt sind und auch ältere Leute, gerade bei Temperaturen über 30 Grad würde ich wärmstens empfehlen, sich genau darauf vorzubereiten und ausreichend Wasser einzupacken.

 

 

ALPE CHEGGIO

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Nach unserer unerwarteten Wanderung ging es noch tiefer in die Berge, in ein kleines Bergdorf, 1500 Meter über dem Meeresspiegel und die steilen Straßen waren eine echte Herausforderung, mit ihren engen Kurven, und sehr wenig Platz. Hier liegt der Lago Alpe del Cavalli mit seinem Wasser, der blauer ist als blau. Wir sind einmal halb um den See gelaufen, denn für die zweite Etappe müsste man sehr hoch über die benachbarten Berge steigen. Unsere Entscheidung war definitiv richtig, denn gerade als wir zurück im Dorf ankamen, ging die Welt unter. Das Wetter ändert sich teilweise innerhalb von Minuten. Aber den Weg möchte ich trotzdem empfehlen, der Ausblick ist wunderschön und das Wasser eiskalt. Aber zum anschauen super.

 

 

6 Comments

  • Jana
    2 Monaten ago

    Die Fotos sind so wunderschön Toller Reisebericht! Ligurien fand ich schon toll, aber die weiteren Ziele würden mich auch sehr interessieren:)




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    • Jana
      2 Monaten ago

      vielen vielen dank Ich kann Piemont wirklich nur empfehlen, toller Urlausbort!




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  • Vio
    2 Monaten ago

    Was für ein wundervoller Reisebericht mit so vielen Details. Vielen Dank für die Mühe! Jetzt hab ich Fernweh, dabei hatte ich doch gerade Urlaub 😃




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  • Nina
    2 Monaten ago

    Ich liebe deine Reiseberichte…die Fotos sind immer wunderschön und deine Infos dazu so hilfreich




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  • Ines
    2 Monaten ago

    Was für wunderschöne Bilder und ein großartiger Reisebericht. Man bekommt Fernweh… Danke!




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    • Jana
      2 Monaten ago

      oh, vielen dank!




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