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Weekly Update KW17

What happened: Ich habe ein Suchtproblem. Selbst meine jugendliche Agatha-Christie Suchtphase kann nicht mithalten mit dem, was ich gerade durch mache. Ich habe die Throne of Glass Reihe entdeckt und bin jetzt nach wenigen Tagen schon bei Band 3 angelangt. Ich kann nicht einmal sagen, woher meine Besessenheit genau rührt. Es ist nicht unbedingt der Schreibstil, der kann nämlich immer noch nicht mit den Königsmörder Chroniken mithalten. Aber selbst die haben mich nicht so dermaßen in den Bann gezogen, dass ich vergessen habe, etwas zu essen und zu schlafen. Die Story ist einfach so unfassbar gut und spannend und der weibliche Hauptcharakter kein weinerliches, schwaches Ding, wie es so oft ist, sondern knallhart und ein bisschen böse, dass mir das alles erfrischend anders vorkommt und selbst jetzt kann ich mich kaum auf etwas anderes konzentrieren als auf dieses Buch. Ich habe also endlich etwas gefunden, was ich gebannt lesen kann, nach Donna Tartt und Patrick Rothfuss.

Gedanken: Ich hatte letztens eine Diskussion mit einer Freundin über Autos. Ich bin da, zugegeben, ein bisschen radikal und steigere mich auch gerne ein wenig zu sehr in die Diskussion hinein, wenn ich sage, dass man Menschen ziemlich gut einschätzen kann, wenn man ihre Autos betrachtet. Allen voran meine absolute Abneigung gegenüber SUV’s. Während ich durchaus Verständnis für die Anschaffung eines solchen Gefährts habe, wenn jemand zum Beispiel ein Förster ist oder auch öfter mal einen Pferdeanhänger ziehen muss, kann ich es absolut nicht nachvollziehen, wieso hier in der Stadt sämtliche Straßen mit diesen viel zu großen Autos verstopft sind. Diese Dinger scheinen geradezu „Idioten“ herauszuschreien. Ich kann zu einhundert Prozent verstehen, dass ein Elektroauto derzeit einfach so teuer ist, dass viele es sich einfach nicht leisten können, aber der Spritverbrauch dieser SUV’s ist so unfassbar enorm und die Anschaffungskosten so hoch, dass ich nicht verstehen kann, wie man auf die Idee kommt, sich so ein Auto zu holen.

Diese Autos nehmen einen so unmittelbaren Einfluss auf mich persönlich, indem sie die Luft verpesten, die ich einatme, wenn sie an mir vorbei donnern und dass sie ständig gleich zwei Parkplätze in Anspruch nehmen, ist noch das kleinste Problem, denn zusätzlich setzen sie mich einer permanenten unnötigen Gefahr aus. Denn wenn mich so ein Auto anfährt, egal ob ich Füßgänger oder Fahrradfahrer bin, oder in einem Kleinwagen sitze, ich werde einfach umgenietet und bin höchstwahscheinlich direkt tot. Wo führt das also hin? Muss ich mir jetzt selbst ein Auto kaufen, indem ich möglichst erhöht sitze, damit mich kein anderes auf der Straße überrollt, weil ich mir selbst am nächsten bin? Beginnt jetzt ein perfides Wettrüsten und in einigen Jahren fahren wir alle nur noch in 5 Meter hohen Monstertrucks durch die Stadt?

Ich hatte jetzt ein paar mal Anfragen für Kooperationen mit diesen Autos, die ich dankend abgelehnt habe und fast immer kam zurück „Die fahren sich super easy, da muss man wirklich keine Angst haben“. Angst war nie das Problem – ich möchte nur einfach nicht durch die Gegend fahren und dabei aussehen wie einer dieser Menschen, von denen ich so wenig halte.

Auf dem Plan: Den Schritt zum Veganismus schaffe ich zwar nicht ganz, aber ich habe mich dazu entschlossen, mich ein bisschen veganer zu ernähren. In Restaurants ist das manchmal nicht ganz so einfach, zumindest außerhalb von Berlin, aber gerade Zuhause ist das doch gar nicht so schwer, sich zumindest ein bisschen einzuschränken. Kuhmilch zum Beispiel kaufen wir seit Jahren nicht mehr, stattdessen bin ich komplett auf Hafermilch umgestiegen und sowohl im Müsli als auch zum Kochen und im Kaffee schmeckt sie mir am allerbesten. Am Montag haben wir vegane Pizza bestellt und diese Pizza war  unfassbar lecker und stand einer Pizza mit echtem Käse in nichts nach.

Als Kind war es immer recht umständlich, sich überhaupt vegetarisch zu ernähren. Weil man immer die Einzige war, die Sonderwünsche hatte, weil es kaum Alternativen gab und es damals in den meisten Kreisen als ungesund angesehen wurde. Gerade, weil ich nach der Meinung vieler einfach zu jung war. Das hat sich komplett gewandelt und es ist heutzutage sogar möglich, auf Fleisch zu verzichten und trotzdem nicht den Geschmack von z.B. Leberwurst aufgeben zu müssen, worüber gerade mein Freund sehr happy ist.

Ähnlich geht es langsam mit Veganismus los: Es gibt immer mehr Alternativen und diese werden immer besser und leckerer, sodass wir uns alle in Zukunft zumindest ein bisschen einschränken können und tierische Produkte eher als Genussmittel anstelle von Grundnahrungsmitteln wahrgenommen werden. Jedenfalls ist meine Richtung gerade genau die Richtige für mich, auch wenn ich jeden bewundere, der komplett auf tierische Produkte verzichtet.

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4 Comments

  • Anna
    5 Monaten ago

    Die Einstellung zur Ernährung finde ich genau richtig. Du machst deine eigenen Regeln und das ist wichtig.

    Ich habe vor neun Jahren aufgehört Fleisch/ Fisch zu essen und vor vier Jahren ging der Schritt zur veganen Ernährung. Nach Fleisch gelüstet es mir gar nicht mehr. In den letzten Monaten habe ich für mich aber auch festgestellt: hab ich mal Bock auf ne normale Pizza mit Käse erlaube ich mir das – ich bewege mit meinem Verzicht schon so viel, dass die Ausnahmen kopftechnisch einfach mal gut tun. Und danach merke ich auch immer schnell was mir gut tut: viel Gemüse und Obst
    Das kann ich aber auch nur mit toleranten Mitmenschen teilen. Der ein oder andere ist schon vom veganen genervt, obwohl er meine Waffeln geil findet. Würde ich dem von Ausnahmen erzählen aber nicht seinen Sahnekuchen essen, würde er dir Welt nicht mehr verstehen und sich aufregen.




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  • Cornelia
    5 Monaten ago

    Hi,
    die Throne of Glass Reihe steht auch noch auf meiner Leseliste.
    Kann dir auch die Sturmlichtchroniken von Brandon Sanderson empfehlen.




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  • Anonymous
    4 Monaten ago

    Beim Autothema bin ich ganz bei Dir!




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