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all good things are wild & free

Wenn man selbstständig ist, kann es schonmal relativ schnell passieren, dass man tagelang das Haus nicht verlässt. Insbesondere, wenn es gerade stressig ist, ist es manchmal Zeitsparender, direkt im Pyjama weiterzuarbeiten, als sich extra eine Hose anzuziehen. Während die Entscheidung, nur noch auf wenige Blogger- und Medienevents zu gehen für mein persönliches Wohlempfinden in jedem Fall die richtige war, ist die Entwicklung, viel mehr Zeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen vielleicht nicht immer die beste.

 

Und auch in den meisten Angestellten-Verhältnissen sieht es nicht anders aus, bei einem kurzen Weg zur Arbeit und zurück, bei dem man die meiste Zeit in im Auto oder in der Bahn sitzt. Und die wenigsten gehen heutzutage joggen, wo sie doch ein Laufband im Fitnessstudio nutzen können. Aber die Entscheidung kann uns langfristig das Leben schwer machen.

I love places that make you realize how tiny you and your problems are.

 

Denn die Wahrheit ist, wir brauchen diese Zeit an der frischen Luft. Manchmal viel mehr, als uns in diesem Moment bewusst ist und oft merken wir es zu spät. Eine Freundin sprach von Luftknappheit und egal, wie es gemeint ist, ob es wirklich die schlechte Luft ist oder einfach das Gefühl des Erdrückt-Werdens in der Enge der Großstadt – manchmal brauchen wir einfach eine Menge Platz. Und Stille.

Es scheint, als bekommt mein Umfeld häufiger Kopfschmerzen als früher und ich habe seit Monaten stark damit zu kämpfen. Das mag auch mit Stress zutun haben, aber ich glaube, es liegt zum großen Teil an unserem Lebensstil. Weil wir dem Wetter stets aus dem Weg gehen und so wenig Zeit draußen verbringen, sind wir es einfach nicht mehr gewohnt und so reagiert unser Kopf mit heftigen Stichen auf die kleinsten Wetterumschwüngen.

Ich möchte nicht jeden Tag Kopfschmerztabletten schlucken, bis sie eines Tages gar nicht mehr wirken, deshalb lautet mein Plan: Mehr rausgehen. Nicht auf laute Events oder in die nächste Kneipe, sondern ganz weit weg, an einen stillen Ort, an dem man nur die Vögel und die eigenen Gedanken hört. Brandenburg ist voller wunderschöner Wälder, die man stundenlang durchstreifen kann, ohne eine Menschenseele zu entdecken. Man fühlt sich gleich so unbedeutend und das auf eine beruhigende Art. Weil du die ganze Welt eben doch nicht allein auf deinen Schultern trägst. Und die bunten Blätter, die wie Regen von den Bäumen fallen, daran erinnern, dass das nicht das Ende ist. Höchstens ein Neuanfang.

10 Comments

  • 4 Jahren ago

    ein sehr schöner Beitrag liebe Jana, der mich doch auch sehr an meine Anfänge in der Selbstständigkeit erinnert
    anfangs habe ich nämlich kaum das Bett verlassen und einfach dort im Shlafzeug und mit Laptop auf dem Schoß gearbeitet. unvorstellbar heute für mich. ich liebe mein Homeoffice und auch wenn ich nicht immer zurechtgemachr dort arbeite, aus dem Schlafzeug muss ich immer raus. meistens ins Sportklamotte, weil es gegen Mittag oft zum Laufen oder in die Yoga-Session geht
    frische Luft ist wirklich so wichtig, um auch mal abzuschalten!

    diese Fotos sind wirklich wunderschön. ein Geschenk der Natur
    hab einen wundervollen Sonntag,
    ❤ Tina von http://liebewasist.com




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  • Anonymous
    4 Jahren ago

    sehr schön beschrieben! meine Mutter hat auch das Mantra jeden Tag an die Frische Luft zu gehen. Und seien es nur 10 Minuten um die Häuser oder zum Bäcker zu gehen. Hauptsache zu Fuß




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  • 4 Jahren ago

    Hallo liebe Jana,
    ich kenne die Situation, die du beschreibst nur zu gut. Gerade als ich noch studiert hab, saß ich oft erst Stunden zum Lernen am Schreibtisch und danach noch für den Blog. Am Ende des Tages landete ich auf der Couch mit Netflix. Die Natur? Sah ich auch oft nur aus dem Fenster. Und selbst die Versuche ständig zu lüften, brachten niemals einen wirklich klaren Kopf.
    Jetzt mache ich das genau wie du Ich gehe jeden Tag raus. Manchmal nur zum Einkaufe. Aber dann nehme ich den Supermarkt der gute 20 Minuten zu Fuß weg liegt. Dann höre ich keine Musik, sondern schaue mir einfach die Gegend an. Und erfreue mich an den Kleinigkeiten. Und dazu bin ich einer der Jogger – die wirklich draußen laufen, da ist es immer noch am allerschönsten Kaum ist man von draußen wieder da, ist der Kopf so herrlich leicht und das arbeiten geht viel besser von der Hand!

    Ich wünsche Dir einen warmen Sonntag mit viel frischer Luft und ein wunderbares Restwochenende!
    Liebste Grüße an Dich! ♥ Saskia von http://www.demwindentgegen.de




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  • 4 Jahren ago

    Das ist sowas von die Wahrheit. Ich hasse es den ganzen Tag drin zu verbringen. Ob nun auf Arbeit oder zu Hause. Die Natur birgt so unendlich viel Schönheit. ?

    https://mimizukutama.blogspot.com




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  • Anonymous
    4 Jahren ago

    Der Cardigan ist von H&M, oder? Auf jeden Fall erinnert er mich an den Anfang deiner Blogger-Karriere




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    • Jana
      4 Jahren ago

      Haha, ja! Den hab ich noch immer ?




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  • Vera
    4 Jahren ago

    Ohja, das Gefühl kenne ich gut – ich promoviere extern und sitze quasi nur zu Hause im Büro. Für mich ist das Laufen der Ausgleich und vor allem viele Spaziergänge wann immer es geht mit meinem Freund… Ich habe das Gefühl wir führen dabei die besten Gespräche und haben ein paar unserer schönsten Momente gemeinsam.




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  • 4 Jahren ago

    Ein wonderschöner Post – Danke!<3
    http://www.blogellive.com




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  • 4 Jahren ago

    Ohja. Ich kenne es viel zu gut. Nicht, weil ich selbstständig bin. Aber als Studentin geht es mir oftmals ähnlich. Es gibt Tage, da gammel ich sehr gerne Zuhause rum. Doch letztendlich geht man auf Dauer ein, auch wenn man es sich selbst in dem Moment nicht eingestehen möchte!

    Liebe Grüße




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  • 3 Jahren ago

    Ein schöner Beitrag! Ich denke auch, mal sollte wenn es das Wetter zulässt wenigstens mal kurz das Haus verlassen. Einfach mal frische Luft und etwas Energie tanken. Mir geht es danach gleich besser. So kann ich mich wieder mit neuer Energie meinem Blog widmen…
    Viele Grüße, Julia von http://www.fashion-stoff.de/




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