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you’re a racist. I don’t like you

Gestern war wieder so ein Tag, an dem ich durch Facebook gescrollt habe und fast durchgedreht bin. Ich wusste schon immer, dass es dumme, naive Menschen gibt und das ist keine Überraschung. Ich habe auch diverse RTL2 Sendungen hinter mir, die mir gezeigt haben dass Idiocracy im Grunde gar keine Komödie ist, sondern ein trauriger Blick in unsere Zukunft. Aber Facebook hat sich mittlerweile in ein pures Hetzportal entwickelt, mit dessen Gewaltigkeit ich niemals gerechnet hätte.

Eine richtige Ansammlung von Menschen, die der Meinung sind, sie haben das Recht, privilegierter zu sein als andere, weil sie innerhalb einer von anderen Menschen gesetzten Grenze leben. Leute, die der Meinung sind, sie haben etwas wahnsinnig tolles geleistet, einfach dadurch, dass sie in Deutschland geboren wurden und andere nicht. Denen es hier (was soll das eigentlich bedeuten, „hier“?) zu „voll“ wird und die Angst haben, dass die Flüchtlinge zu viel abbekommen und sie dafür keinen neuen HD Fernseher.

Zivilisiert zu sein bedeutet, nacheinander neun Schwarzhaarigen zu begegnen, die sich alle als Arschlöcher erweisen, und trotzdem dem zehnten Schwarzhaarigen nicht deshalb in die Fresse zu hauen. Es gibt nicht den einen Auslöser, nach dem Rassismus plötzlich okay ist. Wer angesichts der Kölner Attacken überlegt, ob rassistische Verallgemeinerungen vielleicht doch okay sind, war schon vorher Rassist und hat sich bloß nicht getraut, das zu kommunizieren.

– Sascha Lobo

Mir ganz egal, wie weit ihr euch einsetzt und was ihr alles tut. Unverzeihlich ist auf jeden Fall diese fiese, widerliche Hetze und die peinlichen Gründe den eigenen Rassismus zu rechtfertigen. Immer mehr Menschen muss ich aus meiner Timeline löschen, weil ich es einfach nicht mehr ertrage. Aus den wenigen Dummen, die man einfach reden lassen wollte, weil ’sie es nicht besser wissen‘ ist eine Horde an ernstzunehmenden Rassisten geworden, gegen die man seine Stimme erheben muss und niemand hat das besser formuliert als Sascha Lobo.

Meine spontane, emotional geladene Lösung: Vielleicht schicken wir die Menschen, die sich so sehr über ihr Schicksal beklagen einfach mal nach Syrien. Anette B. hat dann dort endlich mehr Platz für sich, wie sie sich wünschte. Torben S. kann gleich seine ganze Familie einpacken und den Flüchtlingen zeigen, wie das besser geht. Und Gerhard R. war selbst noch nie in Syrien. Ist ja eigentlich viel fairer, wenn der jetzt auch mal ein paar Jahre da lebt, wenn Deutschland zu voll ist und jemand raus muss.

 


 

„Liebe Leute,

nach nun fast vier Wochen im Erstaufnahmelager, finde ich endlich mal die Zeit ein paar Zeilen zur wirklichen Situation vor Ort zu schreiben und diese in Absprache mit der Camp-Leitung hier zu veröffentlichen.
In der aufgeheizten Stimmung zwischen allen politischen Lagern können ein paar Fakten aus erster Hand nicht schaden. Ich habe mir vorgenommen, diesen Bericht möglichst neutral zu verfassen. Das ist mir allerdings aufgrund der erschütternden Realität nicht gelungen und am Ende ist doch die Polemik und meine eigene Meinung mit mir durchgegangen…aber das wird man ja wohl noch sagen dürfen…

Ich bin zur Zeit als Arzt für die medizinische Erstversorgung der neu in Deutschland ankommenden Flüchtlinge zuständig. Diese findet nahezu vor jedem weiteren Schritt statt. Also vor der Registrierung (inkl. Fingerabdrücke und Foto!), der Versorgung mit gespendeter (Marken-)Kleidung, der Möglichkeit sich zu duschen, etwas zu essen oder der Verteilung auf das restliche Bundesgebiet etc. Das heißt im Klartext, dass man hier einen Eindruck in Reinform über die tatsächliche Situation der ankommenden Flüchtlinge erhält.

Dieser Eindruck ist pur und absolut ungefiltert. Ich kann Euch versichern, dass es absolut unmöglich ist, z.B. einen Fuß mit Erfrierungen zu versorgen, der über 500km in kaputten Schuhen, mit nassen Strümpfen durch den Winter marschiert ist und dabei durch eine „naive rosarote Gutmenschbrille“ zu schauen. Oder einen 4 Wochen alten Säugling in feuchter Kleidung mit Lungenentzündung zu behandeln, der zusammen mit einem Einjährigen und einer Vierjährigen, ganz alleine von der Mutter über das Mittelmeer, über Griechenland bis hier her geschafft wurde und sich dann den Vorwurf der Weltfremdheit anzuhören. Das hier ist die Welt! Und das hier ist sehr real und nirgends „rosarot“! Der Vater der 3 Kinder kam übrigens in Syrien ums Leben.

Diese Menschen kommen in einem absolut desolaten und erbarmungswürdigen Zustand hier an. Sicher wird es manchen erstaunen, dass es sich nicht zu 90% um junge, gesunde Männer handelt. Das hat das Wanken der Nachzugsreglung erfolgreich zum Schlechteren gewendet. Ich sehe pro Schicht etwa 300-500 Flüchtlinge. Mindestens 40% davon sind KINDER! Es gibt Familien, es gibt Alte und ja – es gibt auch junge Männer. Warum auch nicht? Allen gemein ist, dass sie absolut entkräftet und fertig sind. Ich habe bisher nie so viel Elend und Verzweiflung auf einem Haufen gesehen.
Neulich haben wir zum Beispiel eine Frau versorgt, deren Beine komplett verbrannt waren. Keine Ahnung wie sie es überhaupt bis zu uns geschafft hat. Wir haben allein eine halbe Stunde gebraucht, um die festgeklebten, schmutzigen und stinkenden Verbände von den vereiterten Wunden zu lösen. Da war aber kein Klagen und da war keine Anspruchshaltung. Diese Frau hat Dankbarkeit ausgestrahlt, weil sie endlich in Sicherheit ist und sich jemand um sie kümmert. Selbstverständlich ist sie nur ein Beispiel. Und selbstverständlich lassen sich mit Sicherheit auch Arschlöcher unter den Flüchtenden finden – wovon wir selbstverständlich schon genug unter den Eingeborenen haben.

Übrigens haben die Flüchtenden natürlich ihre Smartphones dabei. „Die“ haben vorher nicht in der Steinzeit gelebt und sind aus irgendwelchen Buschhütten und Höhlen gekrochen. Und vielen ist es zunächst wichtiger ihre Handys aufzuladen, als etwas zu Essen zu bekommen. Und dreimal dürft ihr raten warum? Was habe ich als erstes gemacht, als ich, bequem mit meinem Auto, trotz Glatteis, sicher im 500 km von zu Hause entfernten Camp angekommen bin?
Dass sie ein Lebenszeichen an die Lieben schicken zu wollen, wird diesen Menschen allerdings regelhaft zum Vorwurf gemacht und als Beleg für die fehlende Hilfsbedürftigkeit gesehen. Mit Verlaub – das ist weltfremd und obendrein arschig! Als würde es eine Pflicht geben, sich vor einer Flucht in Lumpen zu hüllen und bloß alle Wertgegenstände zurück zu lassen – inklusive der einzigen Möglichkeit zur Kontaktaufnahme zu den Angehörigen in Form eines Telefons.

In der aktuellen Situation müssen wir uns verdeutlichen, welchen Selbstanspruch wir an unsere Kultur haben. Natürlich könnten wir die Grenzen dicht machen und so tun als wäre Merkel an allem Elend dieser Welt schuld. Aber glaubt denn wirklich irgendwer damit wäre das Problem gelöst? Ich höre hier im Lager durchgehend weinende Kinder. Und ich weiß, dass sie dann halt vor unseren Grenzen weinen würden. Würden wir damit unsere Zivilisation retten? Nur weil wir es dann nicht mehr sehen und im Fernsehen einfach bequem umschalten können? Es zeugt schon von einer bemerkenswerten Moralvorstellung, wenn man auf fb das Elend eines gequälten Hundes anprangert und gleichzeitig sehenden Auges all diese Menschen vor unseren Grenzen krepieren lassen will – und wenn es nur durch Unterlassung ist. Ob das ein schützenswertes Abendland ist?

Natürlich müssen Lösungen vor Ort gefunden werden. Und natürlich können wir nicht die ganze Welt aufnehmen. Aber löst man einen Konflikt auf der Welt indem man gegen Flüchtlinge wettert und dumpf der Kanzlerin Verrat am Volk vorwirft? Sieht so die Rettung der Welt aus? Wo bleiben die wirklich konstruktiven Vorschläge und Initiativen der ach so besorgten Bürger?

Durch ihr „wir schaffen das“ hatte ich zum ersten Mal so was wie Respekt und Anerkennung für die Kanzlerin übrig. Weil sie ohne mit der Wimper zu zucken ihre politische Karriere riskiert hat, um eben jene Menschen nicht vor unseren Grenzen krepieren zu lassen und sie die enorme Herausforderung angenommen hat anstatt ihr übliches Teflonspiel des Aussitzens zu treiben. Und nie hat jemand behauptet, dass es eine leichte Herausforderung wäre. Und sind wir doch mal ehrlich: Wer von all den Hetzern ist denn WIRKLICH so arm, dass er befürchten muss durch die Flüchtlinge plötzlich weniger vom deutschen Wohlstandskuchen abzubekommen? Ist bisher WIRKLICH jemand deshalb ärmer geworden? Ist WIRKLICH jemand deshalb aus seiner Wohnung geflogen? Ist WIRKLICH jemand von einem bösen Asylanten aufgegessen worden? Und damit meine ich nicht denjenigen, der einen kennt, dessen Großcousine einen Nachbarn hat blabla.
Und Nein! Ich möchte nicht „so was“ wie in Köln gutheißen und bin sehr wohl für Sicherheit und Ordnung und eine härtere Bestrafung bei Gewaltdelikten jeglicher Couleur. Übrigens war ich schon bekennender Feminist als der Großteil der jetzigen „Frauenrechtler“ noch fröhlich Tittensprüche gemacht haben.
Was sich für Deutschland in erster Linie durch den Flüchtlingsstrom geändert hat, ist die Tatsache, dass wir zum ersten Mal eins zu eins mitbekommen, was in den armen Ländern dieser Welt absolut üblich ist: Wir nehmen Flüchtlinge im großen Maßstab auf und beweisen dadurch Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und sind bereit wenigstens einen kleinen Teil der Zeche zu zahlen, die die westliche Welt mit ihrer Außen- und Wirtschaftspolitik arrogant hat anschreiben lassen.
Damit sage ich ausdrücklich nicht, dass ruhig jeder hier her kommen soll und machen kann was er will. Natürlich fordere ich Integrationswille und Verfassungstreue ein – aber auch und vor allem von meinen eigenen Landsleuten! Schließlich hätten die schon seit ihrer Geburt die Chance gehabt humanistische Werte zu lernen. Und nicht selten profitieren sie schon viel länger als die Flüchtlinge von unserem Sozialstaat…

Klar muss sich auch „der Islam“ bewegen, möglicherweise eine Reformation durchlaufen, um unseren Lebensstil und die Regeln unseres Zusammenlebens bedingungslos in unserem Land zu akzeptieren. Aber sowas passiert doch nicht indem man alle Flüchtlinge nach Möglichkeit in Ghettos sperrt und die Türen zur gesellschaftlichen Teilhabe tunlichst geschlossen hält. Ein Blick in die Pariser Vororte sollte eigentlich ausreichen um zu erkennen wohin das dann führt. Und ja – dann werden all die Hetzer recht behalten.
Natürlich ist es verlogen, die radikalen Formen des Islam zu tadeln und zu bekämpfen, während man gleichzeitig z.B. mit den Saudis fröhlich Geschäfte macht ohne irgend eine Form des politischen Drucks aufzubauen. Ist ja nicht so, dass es nicht saudisches Geld wäre, welches weltweit Hassprediger mit extremsten Auslegungen des Islam finanziert.
Unabhängig von der moralischen Verpflichtung Menschen in Not zu helfen, verstehe ich einfach nicht, warum die große Chance dieser Flüchtlingswelle nicht erkannt wird. Noch vor wenigen Monaten war die größte Gefahr für unser christliches Abendland das Fortpflanzungsverhalten der Deutschen. In 30 Jahren ist unser Sozialstaat und unser Rentensystem am Ende. Deutschland überaltert. 2060 wird jeder dritte Deutsche über 65 Jahre alt sein. Jeder Zweite ist dann mindestens 51. Aktuell haben wir 49 Millionen Erwerbstätige im Alter zwischen 20 und 64. Im Jahr 2060 werden es nach aktueller Entwicklung nur noch 34 Millionen sein. Diese 34 Millionen müssen dann nicht nur unsere Rente zahlen, sie müssen auch unser gesamtes Gemeinwesen am Laufen halten, dafür sorgen, dass wir satt sind und es warm haben und uns im Zweifel auch den Hintern abwischen und uns das Erbrochene aus dem Gesicht waschen. Außerdem müssen sie natürlich weiterhin innovativ und produktiv sein, damit die Wirtschaftsmacht Deutschland auf dem Parkett des internationalen Markts nicht in der Bedeutungslosigkeit verschwindet und sich unsere Kinder und Enkel den Luxus der Altenbetreuung überhaupt leisten können, bei immer mehr zu stopfenden Greisenmäulern.
Wer glaubt, er könne dem Dilemma 2060 durch früheres Versterben entgehen muss leider enttäuscht werden: Schon 2035 werden wir fast 8 Millionen Menschen weniger im Erwerbsalter haben. Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass wir schon heute – also mit 8 Millionen Erwerbstätigen mehr – über knappe Rentenkassen und ein späteres Renteneintrittsalter diskutieren müssen und man ohne private Vorsorge real von Altersarmut bedroht ist.
Und genau jetzt hat ein weltweiter Exodus begonnen, der ohne jedes Anwerben den wichtigsten Zukunftsrohstoff überhaupt zu hunderttausenden in unser Land schwemmt: Menschen im erwerbs- und zeugungsfähigen Alter.
Natürlich bin ich kein Depp und ich weiß genau, dass wir es hier nicht mit einer Schwemme an Fachkräften zu tun haben (wobei es unter den Flüchtenden sehr wohl auch Fachkräfte gibt. Ich habe schon so einige im Lager getroffen.) und es riesige kulturelle Unterschiede gibt (die sich übrigens auch immer mehr in unserem eigenen Volk kristallisieren). Deshalb schrieb ich auch ROHstoff.
Jetzt können wir folgendes tun: Entweder wir kasernieren und isolieren die Neuankömmlinge, zeigen ihnen die kalte Schulter, fördern die Ghettobildung und versuchen sie schnell wieder abzuschieben und weg zu jagen, oder aber wir fangen an in etwas größeren zeitlichen Dimensionen zu denken.

Fast jeder von uns hatte doch in der Grundschule irgend ein asiatisches Kind sitzen – oder? Diese Kinder waren die ersten in Deutschland geborenen Nachkommen der mit offenen Armen importierten asiatischen Krankenschwestern im großen Pflegenotstand der 60er und 70er Jahre. Enorm viele dieser Kinder sind heute staatstragende DEUTSCHE: Politiker, Richter und Anwälte, Pfleger, Ingenieure, Geschäftsleute, Lehrer und Professoren und auch einige meiner ärztlichen Kollegen gehören dazu.
Das war funktionierende Integration durch frühe Förderung und Bildung. Investition in die Zukunft. Und genau diesen Schritt jetzt zu wiederholen wäre doch eine riesen Chance um diesen Rohstoff – die Kinder der jetzigen Zuwanderer – zu nutzen. Wenn wir uns das leisten wollen. Oder geht es am Ende etwa doch nur um Neid und eine reine Blutlinie?
Für den Neid möchte ich dann nochmal an den erquicklichen Sachverhalt erinnern, dass 62 Personen so viel besitzen wie die Hälfte der Erdbevölkerung. Ich warte noch immer auf den Aufschrei der Empörung und den Futterneid diesbezüglich, den man ja regelhaft gegen die ärmsten der Armen kultiviert.

Vielleicht noch ein kleiner „Gimmick“ zum Abschluss:
Letzte Nacht hatten wir unter vielen, vielen anderen Einzelschicksalen eine junge Schwangere im Lager, die keine Kindsbewegungen mehr gespürt hat. Sie sorgte sich, dass durch das lange Treiben im Mittelmeer – nachdem der Schleuserkutter gekentert war – nun auch ihr letztes Kind gestorben sei. Ihre zwei anderen Kinder sind bereits auf der Flucht im Meer ertrunken weil sie keine Kraft mehr hatte….So eine Sozialschmarotzerin aber auch!

Menschen leiden und sterben. Jetzt. Und wir können das verhindern. Wir schaffen das wink emoticon

P.S.: Ich habe nirgendwo das Wort „Nazi“ benutzt. Wer sich trotzdem als ein solcher hingestellt fühlen möchte – bitte sehr: Du Nazi“

Raphaele Lindemann

27 Comments

  • 7 Jahren ago

    Danke für Diesen Beitrag – DANKE!




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  • Lotta
    7 Jahren ago

    Kann man gar nicht oft genug so klar sagen. Toll, dass du das tust!




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  • 7 Jahren ago

    Vielen Dank für diesen Artikel – und vor allem den Text von Raphaele Lindemann!
    Bleib so wie du bist, liebe Jana!

    lg, Kathi
    http://www.ilvieebella.com




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  • 7 Jahren ago

    Ich kann dem nur zustimmen. Viele Leute lassen sich auch von der Angst anderer Menschen beeinflussen und wollen sich gar nicht mit der Thematik der aussterbenden Bevölkerung befassen. Flüchtlinge bringen Chancen für unser Land und können es auch kulturell bereichern. Natürlich gibt es überall ein paar böse Menschen, aber ein Großteil befindet sich auch unter unseren Reihen. Danke für den Beitrag. Hoffentlich rüttelt dies ein paar Leute wach.
    __________________________________
    http://fashiontendril.blogspot.de/




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  • 7 Jahren ago

    Toller Artikel – den Lindemann-Brief kannte ich zwar schon, den kann man aber nicht oft genug durchlesen.
    Meine Facebook-Chronik wird übrigens auch immer leerer, und leerer… traurig, was da bei manchen Menschen zutage kommt, von denen man dachte man kennt sie…

    Liebe Grüße
    Ina • http://www.ina-nuvo.com




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  • 7 Jahren ago

    Ich wünschte, ich könnte was anderes sagen, aber leider hast du so sehr Recht, mit dem, was du schreibst. Mir schnürt sich bei sowas echt die Kehle zu, mag gar nicht daran denken, wie sich das alles noch weiterentwickelt. Ich kann schon gar nicht mehr zählen, wie oft ich diskutiert, „Freunde“ gelöscht und Accounts gemeldet habe.




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  • 7 Jahren ago

    Ich kann dem ganzen nur Zustimmen!




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  • Irina
    7 Jahren ago

    Menschen sollten menschlich bleiben…das derzeitige Treiben derjenigen, die kein Nazi, sondern „nur“ stolz darauf sind sich Deutsche nennen zu können und ja „eigentlich“ nichts gegen die Flüchtlinge per se haben, ist einfach nur widerwertig, ekelerregend und traurig. Ich bin auch der Meinung, dass, wenn alle mithelfen, das schaffen. Ich bin als Spätaussiedlerin nach Deutschland gekommen und spreche mittlerweile akzentfrei und besser deutsch als so manch deutscher Mitbürger. DAS ist gelungene Integration. Das ist Nächstenliebe, die ich von Lehrern und Nachbarn erfahren habe. DAS ist das Bedürfnis in meinem Leben hier etwas zu erreichen und dem Land, welches mich willkommen hieß, etwas zurück zu geben. Meine Arbeitskraft, meine Familie, mein Können.

    Es lässt sich zusammen so viel erreichen. Es ist traurig, dass Menschen sich nicht für rassistisch halten, aber einem weißen jungen Mann freundlich ins Gesicht blicken, während einer mit dunkler Haut nicht einmal angesehen wird. Das ist täglich, das ist Deutschland zur Zeit und das sollte für Jeden von uns ein Warnsignal sein.




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  • 7 Jahren ago

    Danke!




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  • Stefan
    7 Jahren ago

    Danke Jana,

    ein prima Beitrag der unter anderem zeigt, dass Modeblogger nicht nur eindimensional sind.




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  • Katie
    7 Jahren ago

    Ich finds toll das du das Thema ansprichst & vorallem sachlich ohne ein Negatives Urteil über andere zu fällen. Ich persönlich finds schwierig alle in einen Topf zu werfen. Ich habe auch negative Erfahrungen mit Flüchtlingen machen müssen, aber das waren sicher auch leute die es nicht verdienten hier zu sein. Ich verbrachte eine kurze zeit in solch einem Lager (in erfurt) mir begegneten einige die wirklich hilfe brauchten, sie annahmen & freundlich waren. Andere wiederrum kamen mit ihrne 100 € scheinen um die ecke, warfen angeblich hässliche Kleidung weg & Essen zu Boden da es ihnen nicht schmeckte. Dazu kommen natürlich auch einfach anfassen oder „schatzie“ getue, was sehr unangenehm war.
    Das Problem ist, dass aus allerlei Ländern Menschen „flüchten“, nur einige grundlos & diese verhalten sich zum Beispiel schlecht & schon heißt es das alle gleich seien. Man muss selektieren können & eine Grenze ziehen das nicht alle gleich sind & denen helfen die sie auch wirklich brauchen.




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  • 7 Jahren ago

    Gerade ausgedruckt. Gibt da jemanden, dem ich das unbedingt hinlegen muss




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  • Anna
    7 Jahren ago

    Es ist so traurig, was da im Moment passiert, dass man wirklich laut werden muss!
    Vielen Dank dafür, Jana!




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  • Andrea
    7 Jahren ago

    DANKE !!!




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  • Charlotte
    7 Jahren ago

    Danke für diesen Artikel. Ich finde es mittlerweile beängstigend, wie offen Rassismus und Fremdenhass kommuniziert wird, egal wo oder in welchen Kreisen! Haben die Leute all die Zeit nur auf eine Gelegenheit gewartet?
    Das ist eine Entwicklung die mich einfach nur sprachlos macht, zumal man mit Argumenten und Diskussion meist nicht weit kommt.




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  • Sabrina
    7 Jahren ago

    Vielen Dank, dass du Position beziehst auf deinem Blog. Leider stehst du damit dich recht allein da. Auch ich bin immer wieder unter Hetzpost unterwegs und versuche zu missionieren – für Empathie, für differenziertes Denken und vor allen Dingen für mehr Fairness auf allen Seiten. Manchmal zehrt das ganz schon an meinen Reserven. Viele Freunde fragen mich, warum ich mich immer wieder auf Diskussionen – selbst die eher aussichtslosen – einlasse. Aber ich kann und möchte nicht akzeptieren, dass Menschen den Rattenfängern von Pegida, AFD und NPD auf den Leim gehen – dort wo gehetzt und verdreht wird, ohne Ende in Sicht. Ich glaube daran, dass ein friedliches Miteinander das einzige mögliche Zukunftskonstrukt ist. Zu sagen, dass dies schwer ist, wäre noch untertrieben. Das wird mordsmässig hart. Aber wir schaffen das! Das mag naiv klingen, aber lieber klinge ich etwas naiv, als etwas rassistisch.




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  • 7 Jahren ago

    Deine Worte sind Gold wert!!

    Liebste Grüße
    Cherifa
    http://www.curlsallover.com




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  • 7 Jahren ago

    Ich habe deinen Text regelrecht verschlungen und bin begeistert von Linemanns Worten! Ich kann dem ganzen wirklich nur zustimmen und bin auch immer wieder geschockt über so wenig Menschlichkeit und dummen, naiven Menschen die sich null mit dem Thema auseinandersetzen und von allen die größte Klappe haben und den meisten Müll erzählen! Man, da könnt ich mich stundenlang drüber aufregen aber was bringt das schon..
    Danke für diesen Artikel Jana. Ich hoffe ja wirklich sehr, dass sich ein sogenannter Nazi auf deinen Blog verirrt und sich diesen Text durchgelesen hat. Vielleicht bewegt sich dann mal was in seinem schwammigen Kopf.

    Liebste Grüße Dilara
    von http://www.missdilara.de




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    • 7 Jahren ago

      Ich finde einseitige Propaganda immer falsch, egal in welche Richtung sie zielt.
      Da ich erst 14 bin, weiss ich auch nicht wie dramatisch das jetzt bei Facebook so aussieht. Aber ich denke, dass es doch wohl sinnvoller ist zu handeln und mit gutem Beispiel voran zugehen.
      Integration findet nicht mit dem Lesen von dämlichen Hetzparolen oder dem Löschen von Freunden mit anderer Meinung statt. Dieses Problem schaffen wir in Deutschland nur gemeinsam und es macht mir als (fast noch Kind) wirklich Angst, dass die Menschen sich hier eher um falsche Formulierungen streiten oder sich gegenseitig beschimpfen.
      Bei uns gab es an den Schulen bereits gemeinsame Aktionen mit Flüchtlingen, Kochabende und gemeinsames Fussball spielen oder so etwas zum Beispiel. Tausendmal sinnvoller und viel näher dran, als ab und zu mal einen Blogpost für Flüchtlinge oder gegen Nazis zu schreiben, bevor dann am nächsten Tag wieder Valentinstagsgeschenke o.ä. angepriesen werden.
      Sorry, aber das Thema und das Nichtstun macht mich einfach so wahnsinnig wütend.
      Ich hoffe und bin mir eigentlich auch sicher, dass wir das hinkriegen. Aber eben mit Taten.

      Liebe Grüsse
      Charli von http://frischgelesen.de




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      • Jana
        7 Jahren ago

        Ich glaube, du verstehst das hier nicht ganz. Hier geht es nicht darum, wettzustreiten, was am sinnvollsten ist. Ich werde dir nicht sagen, dass deine Schule zwar was macht, aber du deinen Arsch auch mal hochbewegen kannst, weil du jung bist und Zeit hast. Hier geht es um etwas völlig anderes. Es geht darum, dass es wichtig ist, ein Statement zu setzen und absolut falsch ein Rassist zu sein. Darum, ein Statement zu setzen. Gerne auch in einem Blogpost und gerne darf man morgen über de Valentinstag schreiben. Wichtig ist, überhaupt ETWAS ZU TUN!




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        • Charlotte
          7 Jahren ago

          Hossa, welch eine Ausdrucksweise! Genau das ist es, was mir Angst macht und diese ist offensichtlich berechtigt.

          Aber Danke für den Hinweis! Ich werde die wenige freie Zeit, die ich nämlich als 14jährige tatsächlich habe, in Zukunft besser nutzen und nicht mehr derartigen Blogposts bzw. dem Kommentareschreiben widmen.
          Einen Blogpost zu schreiben ist in meine Augen nicht sehr viel mehr als Nichtstun, dass mache ich neben meinen ganzen Verpflichtungen. Hilfe bei der Integration und aktives Handeln sieht absolut anders aus, das habe ich aber bereits in meinem Kommentar erwähnt.
          Vielleicht sprechen wir beide einfach nicht dieselbe Sprache, ist auch egal.

          Ich werde weiterhin aktiv die Integration von Flüchtlingen unterstützen und Sie können weiterhin Ihre „Mails checken und die Welt retten“.

          Liebe Grüsse
          Charli




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          • Jana
            7 Jahren ago

            tu das, ich freu mich. Vielleicht schaffst du es auch eines Tages, das zu tun, ohne dich damit profilieren oder vergleichen zu wollen.




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  • 7 Jahren ago

    Oh man, ich weiß garnicht was ich sagen soll !
    Wirklich unfassbar, dass du auch mit deiner Reichweite so ein Thema ansprichst ! Definitiv mehr davon.. und dazu noch so sachlich.
    Ich bin wirklich begeistert, Jana

    Liebe Grüße,
    Vivi
    vanillaholica.com




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  • 7 Jahren ago

    Hallo,
    wir geben Menschen mit rassistischen Gedanken eine viel zu große Lobby. Anstatt uns der leidigen Diskussion, wo „besorgter Bürger“ aufhört und „Nazi“ anfängt hinzugeben, sollten wir unsere Energie, unsere Worte und unseren Speicherplatz lieber für positive Aktionen sparen. Es gibt eine Unmenge sozialer „refugeeswelcome-Projekte, Crowdfunding-Aktionen oder Hilfsmaßnahmen für die wir die Werbetrommel rühren müssen. Diese Projekte benötigen unser Gehör und unsere Unterstützung! Auf meinem Blog findet ihr ein tolles #refugeeswelcome-Projekt im Bereich fashion, das es sogar bis zur Riani-Show bei der fahionweek in Berlin im Januar 2016 geschafft hat. Die diesbezügliche Crowdfundung-Aktion läuft noch bis zum 22.02. Also checked meinen aktuellen Blog-Post, spendet und erhaltet ein Dankeschön dafür!
    LG MINA
    http://busymumstyles.net




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  • 6 Jahren ago

    Hey Jana,

    ich finde es so verdammt wichtig, dass Du deine Platform nutzt, um dieses Thema anzusprechen. Das es in Deutschland langsam wieder salonfähig wird, sich rassistisch zu äußern macht mir Angst und deswegen finde ich es wichtig, dass Leute sich dagegen aussprechen. Vielen Dank und weiter so!

    Liebe Grüße,

    KP




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