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Ich hab noch was besseres vor

„Wie viele kommen denn heute Abend?“ -„Naja, ich hab so 30 eingeladen, also zwischen 1 und 30.“

das ist unsere Generation relativ gut zusammengefasst. Bis zum eigentlichen Abend gab es keine Antwort auf diese Frage und deshalb habe ich seit über einem Jahr selbst nichts mehr gefeiert. Weil man nicht planen kann und weil man bei Person X, Y und Z auch dann nicht weiß, ob sie tatsächlich kommen werden, wenn sie zusagen. Denn sowas ist ja irgendwie auch nur so halbverbindlich, denn wen kümmert es schon, ob jetzt eine Person mehr oder weniger da ist. Könnte ja was besseres kommen, mit tolleren Leuten und besserem Essen.

Als Jugendliche haben wir uns monatelang auf Events gefreut. Wir haben Partys wochenlang geplant und wir wussten genau, dass sich das niemand entgehen lassen wird. Das waren Ereignisse, die einen irgendwie zusammengeschweißt haben und legendäre Trips, die ich mein Leben nicht vergessen werde. Wir haben ganze Wagen für Karneval gebaut, eine ganze Scheune für eine Party dekoriert, mit allen 20 Mann riesiges Zeltlager aufgebaut. Das war irgendwie normal – da sagte man nicht plötzlich ab. Haben wir das getan, weil wir wussten, dass man so etwas einfach nicht macht und man sich aufeinander verlässt oder aus Mangel an Alternativen? Ich weiß es ehrlich gesagt gar nicht.

Ich habe trotzdem das Gefühl, diese Einstellung hat sich in den letzten Jahren komplett verändert. Wir sind die Generation der Opportunisten, voller „ich schau mal“-Sager. Wozu festlegen? Vielleicht ergibt sich ja noch was besseres. Und dabei vergessen wir, dass wir nicht allein sind, dass Menschen auf uns bauen – in der Liebe, im Job, im Alltag.

 

Mal ein bisschen arbeiten und schauen wie es ist – vielleicht ergibt sich was besseres. Zu deiner Party komme ich vielleicht, aber ich warte erstmal, ob sich nicht irgendwo eine größere Sause finden lässt. Beziehung? Ist mir zu krass, erstmal ausprobieren – in zwei Wochen ist da noch so eine Party und vielleicht läuft da gerade was noch Passenderes rum.

Ich bin zumindest kein Extrembeispiel, aber ich will mich nicht ausschließen. Auch ich kann mal nicht, hab keinen Bock oder muss mich entscheiden, aber, und das meine ich ernst, ich habe nie verstanden, wie man für seine eigene Gunst alles andere um einen herum ausblenden kann. Wenn ich nicht zu meinem Wort stehe, oder schlimmer – kein Wort habe, was bin ich dann noch wert?

wenn man immer Angst hat, etwas zu verpassen und krankhaft nach dem vielleicht doch klein wenig bessren Moment sucht, verpassen wir am Ende noch die schönsten Momente in unserem Leben, weil wir sie einfach übersehen haben. Das sind nämlich selten die auf den größten Partys mit den wichtigsten Leuten und dem teuersten Champagner.

40 Comments

  • Feli
    1 Jahr ago

    DEIN POST IST SO WAHR! Du sprichst mir aus der Seele, danke dafrü Alles Liebe, Feli von http://www.felinipralini.de/




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  • 1 Jahr ago

    Das hast du wirklich toll zusammen gefasst. Und ich sehe das auch alles großes Problem der jungen Generation (insbesondere auch im Arbeitsleben). Alles ist unverbindlich und keiner steht zu seinem Wort.
    Finde das sehr schade und hoffe, dass nicht alle so sind und es sich vielleicht auch mal wieder bessert!

    Wünsche dir einen schönen Sonntag
    Ines




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  • Marie
    1 Jahr ago

    Hey Jana, ich glaube, ich kommentiere um allerersten Mal auf deinem Blog, obwohl ich ihn seit Jahren lese. Aber: Sehr guter Text. Mir geht es genau so wie dir und aus exakt diesem Grund habe ich meinen Geburtstag dieses Jahr nicht gefeiert – letztes Jahr habe ich mit jemand anderem gefeiert, mir viel Mühe bei der Deko und dem Essen gegeben, vier Wochen vorher eingeladen … der Großteil hat nicht mal auf die Einladung reagiert. Es kamen Leute, mit denen ich nie gerechnet habe. Leute, die zugesagt haben, erschienen ohne jegliche Erklärung doch nicht. Ich hatte keine Ahnung, mit wie vielen Leuten ich eigentlich planen soll – wenn jeder denkt „Naja, auf eine Person mehr oder weniger kommt’s eh nicht an“, wird Planen für den Gastgeber zur Unmöglichkeit. Ich war jedenfalls so frustriert, dass ich erst mal keine Lust mehr habe, irgendetwas Größeres zu veranstalten, sondern verabrede mich lieber mit einer oder zwei Personen, weiß dann aber auch, dass diese wirklich auftauchen.




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  • Charlotte
    1 Jahr ago

    Danke für den tollen Beitrag! Ich empfinde das insbesondere bzgl. den Einladungen genauso. Eine Zusage, wenn schon nur per Facebook abgerungen, ist absolut nichts wert und schon gar nicht verbindlich!
    Von einer schriftlichen (WhatsApp, Email, …) oder telefonischen Zusage mal ganz zu schweigen. Achso, das „Danke für die Einladung“ kommt mir schon vor wie ein Relikt aus Anno dazumal.




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  • Isabella
    1 Jahr ago

    Wie wahr!




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  • 1 Jahr ago

    Du triffst es genau auf den PUNKT!

    Liebe Grüße
    Cherifa
    http://www.curlsallover.com




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  • 1 Jahr ago

    Du triffst es genau auf den PUNKT!

    Liebe Grüße
    Cherifa
    http://www.curlsallover.com




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  • 1 Jahr ago

    Wow, ich habe mich ehrlich gesagt etwas ertappt gefühlt wärend ich den Text gelesen habe. Dieses Gefühl etwas zu verpassen ist echt schlimm und ich versuche mir das seit einigen Wochen Schritt für Schritt abzugewöhnen. Bspw. hatte ich das ganz stark bei Snapchat und hab mich immer etwas schräg gefühlt, als ich die Geschichte von XY nicht angesehen habe, weil ich schlichtweg keine Zeit dafür hatte. Mittlerweile sehe ich mir sie bewusst nicht mehr an und fühle mich wirklich besser.

    xx Aydan // NAADYAAL




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  • 1 Jahr ago

    Da kann ich nur zustimmen. Ich wollte kürzlich ein zehnjähriges Klassentreffen organisieren und viele schrieben mir, weil ich Termine in einem halben Jahr vorgeschlagen hatte, dass sie nicht wüssten, ob sie da Zeit haben. Meiner Meinung nach nimmt man sich genau deswegen dann nichts vor, aber so ist offensichtlich die heutige Methode. Es gibt nun gar kein Klassentreffen

    Liebste Grüße
    Deine Romi
    von romistyle.de




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    • 1 Jahr ago

      Hallo Romi,
      das Gleiche hatte ich letztes Jahr auch hinter mit gebracht. Exakt vor einem Jahr habe ich mit der Organisation des Klassentreffens angefangen und angefragt, an welchem Wochenende die meisten können. Da kam es gleich zu Sätzen wie „Da fahre ich vielleicht (!) in den Urlaub“, „ich weiß nicht, ob ich da Zeit hab“, „Da bin ich bestimmt beschäftigt“. Ich war frustriert. Meine Freundin riet mir einfach einen Termin festzulegen und Plätze im Restaurant zu reservieren. Ob die Ehemalige kommen oder nicht, liegt an ihnen. Gesagt, getan. Am Abend des Treffens mussten leider fünf Personen das Treffen spontan absagen, aber immerhin waren über ein Drittel der Ehemaligen dabei und sehr glücklich, dass wir uns nach all den Jahren wieder gesehen haben. Und ich war am glücklichsten, weil ich trotz den Schwierigkeiten (Kontakte suchen – Facebook sei Dank!) es durchgezogen habe und die Organisation doch auf die Beine gebracht habe.
      Aber vielleicht hast du bald die Gelegenheit wieder ein Klassentreffen zu organisieren, zum Beispiel zum 15 jährigen Jubiläum?
      Viele Grüße
      Natalie
      https://www.livolett.de




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  • 1 Jahr ago

    Du hast vollkommen recht!




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  • Isa
    1 Jahr ago

    So wahr!
    Gestern noch am eigenen Leib erfahren und mit den Leuten, die da waren, auch darüber diskutiert… einfach schade heutzutage dass man sich oft nicht mehr auf Zusagen verlassen kann. Meine Eltern feiern zB aus dem Grund auch nicht mehr und das ist ja sogar noch eine ältere Generation.
    Schön, dass du als Bloggerin noch auf dem Boden geblieben bist
    Isa




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  • 1 Jahr ago

    Ich muss sagen, dass ich dir nicht vollkommen zustimme. Zwar kann ich mir vorstellen, dass dies auf einige Menschen zutrifft, aber ich finde, du tust der Generation Unrecht, wenn du es auf sie allgemein beziehst. Ich kann natürlich nur von mir und meinen Erfahrungen reden. Aber bei uns werden Einladungen zwar immer per WhatsApp-Gruppe ausgesprochen, aber dann wird dort auch fest zugesagt (oder eben nicht). Neben diesen Zusagen wird die Gruppe auch immer durch Nachrichten mit „Danke für die Einladung“ gefüllt (um mich auf einen der Kommentare vor mir zu beziehen).
    Klar, negative Beispiele gibt es immer, aber eigentlich würde ich für mich sagen, dass die guten überwiegen.
    Liebe Grüße
    S.
    http://cappuccinocouture.blogspot.de/




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    • Jana
      1 Jahr ago

      das find ich super! Toll, dass du andere Erfahrungen gemacht hast. Zeigt ja zum Glück auch, dass nicht jeder so ist.




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  • 1 Jahr ago

    Great photography!

    xo Vanessa from http://www.TheTrendique.com




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  • 1 Jahr ago

    Wie Recht du hast! Und wie traurig das ist! Auch mir ist das schon aufgefallen, leider… Sehr sehr schade, wirklich.




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  • 1 Jahr ago

    Das ist so traurig und ich hasse sowas. Zum Glück kommt es in meinem kleinen aber engen Freundeskreis so nicht vor. Da wird sich verabredet und in den seltensten Fällen sagt jemand ab. Aber dann auch wirklich mit einem triftigen Grund.
    Bei anderen Freunden/Bekannten ist das anders. Kein Verlass, man kann sich erst kurzfristig wirklich verabreden. Das ist echt zum Kotzen und ich erwische mich immer öfter dabei, genau diesen Menschen aus Trotz auch wieder abzusagen. Das ist eigentlich dämlich…
    Früher war das Absagen aber generell nicht so leicht. Das war keine schnelle WhatsApp-Nachricht, da musste bei der Person vorbeigefahren werden oder das Festnetz zur Hand genommen werden in der Hoffnung, die Person auch wirklich zu erreichen. Deshalb waren Verabredungen ohne Smartphones meiner Meinung nach einfach viel fester…. Echt traurig und dafür hasse ich das Handy auch.

    Grüße,
    Malina
    http://malinaflorentine.de




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  • 1 Jahr ago

    Fällt mir auch immer wieder auf, Feiern oder Treffen planen wird immer unberechenbarer… Vielleicht liegt es auch ein bißchen an Facebook & Co. – wenn man zu- oder auch wieder absagt, kann man das schön unpersönlich per WhatsApp oder Messenger machen, so bleibt es imemer noch schön unpersönlich und man macht sich weniger ein schlechtes Gewissen. Und das Festlegen fällt in unserer Zeit der endlosen Möglichkeiten einfach generell immer schwerer. Sehr schade, aber ich glaube, das wird sich leider nicht mehr ändern lassen
    Danke für den treffenden Text,
    Tatiana




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  • Sophie
    1 Jahr ago

    Du hast so recht. Letztens habe ich eine Freundin gefragt, ob sie zur Einweihungsfeier einer anderen Freundin kommt. Ihre Antwort: „wenn ich da Zeit habe“. Daraufhin habe ich ihr nur geschrieben, dass sie sich das ja in den Kalender eintragen könne. Dann hätte sie da ja Zeit. Da hat es mich nicht selbst als Gastgeberin getroffen. Das war aber auch schon mal der Fall. Es ist einfach auchc verdammt unhöflich, sich alle Optionen offen zu halten.




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  • Kobi
    1 Jahr ago

    Erst ja und dann mußte ich doch glücklicherweise feststellen, dass ich mich meistens auf den wichtigen Kern verlassen kann. Nicht wie früher aber ähnlich.




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  • 1 Jahr ago

    Ich hasse sowas wie die Pest – genauso wie Situationen, in denen man jemanden trifft, den man lange nicht gesehen hat und es heißt dann „wir müssen uuuuuuuuuuuuuuuuuuunbedingt mal wieder was zusammen machen“ und dann sage ich immer: Yo, wann? Ich hab am xx.xx. Zeit….“ und dann kommt nur „jaaaaaaa, ich muss mal gucken“ und das Thema hat sich dann erledigt, aber dann weiß man ja auch, wieso man sich nicht lange gesehen hat…

    genauso… ich lade eigentlich unheimlich gerne Leute ein – Geburtstage, Kochen etc…. aber wenn es gerade darum geht ein Essen zu kochen …da braucht man einfach die genaue Anzahl von Leuten und die müssen im Best Case auch noch ppünktlich sein, weil Essen soll ja auch on point sein… da krieg ich immer die Krätze, wenn dann kurzfristig einer abspringt…. ich find das unmöglich… klar kann das mal passieren, aber wenn’s regelmäßig kommt isses kacke, aber dann selektiert sich der Freundeskreis ja von selbst…. hat also auch sein gutes =)




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  • 1 Jahr ago

    Das kommt mir alles bekannt vor. Wir waren auch mal in einer große Clique. Die schrumpft über die Jahre . Nochmal weniger wurden es es, als wir unsere Tochter bekamen. Mit der Zeit kam wir ein paar alte Bekannte und Freunde dazu. Die gleiche Erfahrung haben andere auch gemacht.Und, was ich am meisten bedaure ist, dass man nie neue Leute kennen lernt. Das ist leider so.
    Diese „mal schauen, ob sich nicht was besseres“ ergibt, kenne ich. Uns war das zu blöd. Daher haben wir uns einfach unsere Freunde und nicht mehr auf Bekannte konzentriert. Als ich jetzt meine Geburtstag feierte, hatte ich keine Sorgen, dass jemand nicht kommen würde. Ich bin trotzdem aufgeschlossen neue Leute kennen zu lernen, aber innere Stimme sagt mir, erwarte nicht zuviel, dann klappt das auch.

    Liebe Grüße Sandra

    http://www.sandra-levin.com




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  • Anne
    1 Jahr ago

    Hey Jana,

    ganz ehrlich – auf wessen Wort du nicht zaehlen kannst, dessen Freundschaft ist es nicht wert.
    Ich habe hier alle Kommentare ueberflogen und bin ganz schoen geschockt, wie viele diese „mal sehen ob es was besseres gibt‘ Menschen als ihre Freunde ansehen. Ich erwarte von meinen Freunden eine gewisse Priorisierung, ich denke das ist auch gut so, schliessliche priorisiere ich sie auch. Geht es einer Freundin schlecht, lasse ich sofort die Yoga Stunde sausen und bringe ne riesen Melone vorbei. Zum Geburtstag der besten Schulfreundin fahre ich 5 Stunden im stickigen Fernbus. Ich erwarte nicht von allen das gleiche Engagement, aber wer mich als letztes hinten anstellt, der ist es doch nicht wert.
    Dadurch weiss ich zumindest bei den handvoll engen Freunden, dass ich auf ihr Wort zaehlen kann. Und so gibt es lieber eine kleine Feier, als eine mit 50 Menschen, die gerade ncihts Besseres vorhaben.




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    • Jana
      1 Jahr ago

      ich glaube, dass viele Menschen nicht so einfach Grenzen ziehen möchten und können. Masha zum Beispiel ist auch ganz anders gepolt (http://www.masha-sedgwick.com/about-friendship/) aber ich hab sie ja trotzdem lieb…




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      • Anonymous
        1 Jahr ago

        Na klar, ich habe auch einige „lockere“ Freunde oder Bekanntschaften, die ich sehr lieb habe. Bei denen bin ich aber nicht ueberrascht, wenn sie niemals fest zusagen, mich ewig vertroesten und nur alle halbe Jahre anrufen. Da muss man eben selbst wissen, wie sensibel man selbst gegenueber solchen Bindungen und Emotionen ist Es ist ja niemals alles schwarz oder weiss. Bei Beziehungen faellt es uns auch schwer, Schlussstriche zu ziehen, aber viel weniger schwer, als bei „Freunden“. Da muss einfach jeder in sich selbst hineinhoeren.
        Man sollte nicht aber nach meiner Meinung nicht mit Menschen umgeben, die einem nciht gut tun.




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  • 1 Jahr ago

    oh ich kenne das Problem. Mit Mädels ist es leider nicht immer leicht
    http://carrieslifestyle.com




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  • Rajhi
    1 Jahr ago

    Heii

    Sehr schön und leider wahr geschrieben.




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  • Marie
    1 Jahr ago

    Oh ja, du hast (leider) sooo Recht!! Mich stört das auch total, aber ich merke, dass ich selber genauso werde, weil man einfach nicht mehr langfristig planen kann (wobei für viele langfristig schon ein Plan für morgen ist), da sich jeder alle Optionen offen hält.




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  • Maren
    1 Jahr ago

    Danke für deinen Beitrag!
    Bei meinen engen Freunden ist das überhaupt nicht so. Wenn sie zusagen, kann ich mich auf ihr Wort verlassen. Wenn wir uns verabreden, dann kommen sie auch. Da muss es schon einen richtigen Grund geben, warum sie kurzfristig absagen oder dann doch nicht kommen. Und das finde ich bei wirklichen Freunden eigentlich auch total wichtig.
    Aber ich verstehe was du meinst. Ich finde es sehr traurig, dass man sich heute oft auf Zusagen nicht mehr verlassen kann, egal in welchem Bereich.




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  • 1 Jahr ago

    Wahre Worte! Mir ist das schon sehr oft aufgefallen – auch bei mir persönlich. Wir sind die Generation der „Vielleicht“-Sager, mal spontan schauen, was läuft – jede Option freihalten. Irgendwie komisch. Sich terminlich festzulegen und irgendwie zu binden, scheint nicht mehr unser Ding zu sein… „Bindungsangst der Generation Y“ oder wie hatten Stern et cetera das mal betitelt?
    Aber ich seh’ das ganz genauso – wenn man sich auf mein Wort nicht mehr verlassen kann, wie viel ist mein Wort dann wert?

    Spannenderweise hat Masha eine komplett konträre Meinung dazu, hat sie kürzlich auch drüber berichtet. Schon witzig, da ihr ja so gut befreundet seid. ☺️

    Liebe Grüße, Daniela




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  • 1 Jahr ago

    Liebe Jana,

    so traurig es leider ist, aber es ist wahr. Mir selbst ist es noch nicht passiert, aber einer lieben Freundin von mir. Die ist letztes Jahr 30 geworden und wollte das mit einer Mottoparty feiern. Sie hat richtig viel Zeit, Mühe und auch Geld reingesteckt und am Ende kamen von 60 Leuten nur knapp 20! Viele haben 1 Stunde vorher per Whatsapp abgesagt. Alles Ausreden alá „Kopfschmerzen“, „müde“, usw. Ich fand das so gemein und unfair. Aber was soll man machen?
    Ich persönlich sage auf Partys immer zu (wenn ich kann) oder eben ab. Vielleicht mach‘ ich nicht. Entweder man will hin oder nicht. Und wenn einem die Leute auf der Party so unwichtig sind das man lieber woanders sein will, dann sollte man ehrlich sagen das man nicht kommt und nicht last minute eine Ausrede rauskramen oder gleich gar nicht absagen.
    LG, Karin




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  • 1 Jahr ago

    Ich kenne das nur zu gut! Ich kenne so viele Leute, auf die man sich am Ende einfach nicht verlassen kann. Ehrlich gesagt feiere ich nichts mehr (na gut, meine Hochzeit vor 3 Wochen schon, das ist was anderes :D), seitdem ich 19 bin. Es nervt einfach nur. Mir macht es dann doch viel mehr Spaß mit ein oder zwei Personen etwas zu unternehmen, auf die ich mich auch verlassen kann.

    xx
    Vie von http://www.viejola.de




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  • 1 Jahr ago

    Du triffst den Nagel auf den Kopf. Ich hab mir angewöhnt nicht mehr über Whatsapp einzuladen und dann kommt oft: „das ist doch blöd, da sieht man ja gar nicht wer noch kommt“. Ja und warum muss man das bitte sehen? Wenn jemand zu meiner Geburtstagsfeier kommt, dann ja wohl bitte wegen mir und wenn da jemand dabei ist denn man nicht soooo mag (was im Freundeskreis ja eher selten ist) muss man ja nicht nebeneinander sitzen.
    Letztens meinte auch meine Freundin die wieder einen Geburtstag einer anderen abgesagt hat, wir sind ja Freunde, das wird sie schon verstehen. Für mich sind solche Veranstaltungen aber genau deswegen wichtig, wir sind doch Freunde, ich komm also auf jeden Fall. Ich find es ganz furchtbar wenn aus einer 40 Leute Whatsapp Gruppe bis einen Tag vorher kaum einer zu/absagt und am Ende von den angekündigten 20, 15 auf der Matte stehen. Ich lade also nur noch persönlich ein und lass die Finger von facebook und co. (Klingt schon wieder mega altmodisch, aber das ist sonst echt zu viel Heckmeck xD)




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  • 1 Jahr ago

    Wie wahr! Da bemüht man sich und freut sich auf die Leute und dann… Ich hatte das Thema letztens erst mit einer Freundin, die sich auch oft ärgert, weil er dieses ewige ja – nein – vielleicht auch ordentlich auf den Wecker geht. Wir haben für uns beschlossen, das das nächste Mal offen anzusprechen und uns nicht mehr zu ärgern. Besonders wenn dieses hin- und her davon abhängig gemacht wird, wer kommt. Ich dachte immer aus der Schule und diesem „nee, die mag ich nicht, da komm ich nicht“ oder „die sind alle soooo uncool“ raus sind… naja. Man kommt doch um die Freunde zu sehen und wenn`s eben nicht ganz rosig ist, sind wir langsam alt genug um damit umzugehen oder der Person einfach aus dem Weg zu gehen.
    Liebe Grüße
    ♥ Annie
    https://mademoisellechou.net/




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  • 1 Jahr ago

    Danke für diese tollen Worte! Ich erkenne mich zu 100% darin wieder. Tat gut es zu lesen!

    Liebste Grüße, Leni

    http://lenivandamme.com




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  • Jule
    8 Monaten ago

    Hi , ich bin über deinen Jahresrückblick auf diesen Text gestoßen und vermutlich habe ich ihn schon damals gelesen, aber jetzt gerade spricht er mir einfach total aus der Seele. Ich erlebe es immer mehr, dass Menschen in meiner Umgebung diesen Zwang haben überall dabei zu sein. Um bloß nix zu verpassen und dabei vergessen sie oft, dass nicht jeder so lebt und man Menschen die nicht diese Einstellung haben sehr enttäuschen kann.
    LG Jule und vielen dank für den Text




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  • Frieda
    8 Monaten ago

    Hallo,

    erlebt ihr wirklich als Problem, dass die Freunde gleuben, es kommt was besseres? Wenn meine Freunde nicht fest zusagen oder ich selber schweren Herzens nur ein Vielleicht antworte, liegt das eher daran, dass wir im Gegensatz zu Jugendzeiten sehr beschäftigt sind, nicht mehr so gut im Voraus planen können, weil auch unerwartet Arbeit dazu kommt oder länger dauert und weil man dann Prioritäten setzen muss. Als Erwachsener hat man ja auch mehr Möglichkeiten, zu feiern und Freunde bei Aktivitäten jeder Art zu sehen, weil man lange ausgehen kann und eine eigene Wohnung hat. Ich glaube, zu einem gewissen Maße ist das eine „natürliche“ Entwicklung.

    Viele Grüße,

    Frieda




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