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Italien Roadtrip: Toskana bis Ligurien

Italien ist ein wunderbares Land für Roadtrips. Allerdings sind die Straßen teilweise wahnsinnig eng und kurvenreich, deshalb ist es nicht verkehrt, auf das richtige Gefährt zu achten. Dass wir doch keinen Smart genommen haben, war im Endeffekt eine wirklich gute Entscheidung, so viel ist sicher. Und auch mit einem Wohnmobil, oder wahrscheinlich sogar mit einem Van wären wir an viele Orte gar nicht rangekommen. Die beste Lösung ist meiner Meinung nach ein Kleinwagen mit ausreichend PS.

Gestartet sind wir in Pisa, wobei wir diese Stadt komplett ausgelassen haben. Pisa ist eine Stadt, die an sich sehr klein ist und den Tourismusansturm nur sehr schwer bewältigen kann. Wenn man schon ein Auto zur Verfügung hat, kann man problemlos in eine andere wunderschöne Stadt fahren, die nicht so überlaufen ist. Davon hat Italien nämlich unendlich viele zu bieten.

LUCCA

Unser erster Stop war in Lucca – ca. 18 km nördlich von Pisa und eine mit 88.000 Einwohnern nicht besonders große Stadt, dafür von wichtiger historischer Bedeutung. Hier kann man zahlreiche Kirchen, mittelalterliche Türme und Römisch-antike Bauwerke finden.

MONTECATINI TERME

Montecatini Terme ist eine kleine Gemeinde zwischen Florenz und Pisa. Ein wunderschöner kleiner Ort und einer der berühmtesten Kurorte in Italien. Es hat mir hier so gut gefallen, ich möchte diesen Ort jedem, der runterkommen und mal durchatmen möchte, von Herzen empfehlen. 200 Hotels gibt es hier und trotzdem war der Ort erstaunlich leer. Zunächst waren wir im Kurhaus Tettucio, was erstmal kleiner klingt als es ist. Es handelt sich um einen großen Park mit beeindruckenden Gebäuden, Springbrunnen und Thermalquellen. Hier kann man wunderbar picknicken, spazieren gehen und die 6 Euro Eintritt sollte man unbedingt investieren. Das Verrückte war: Wir waren die Einzigen dort.

 

 

 

 

 

 

 

MONTECATINI ALTO

Mit einer der ältesten Standseilbahnen Italiens kann man mit einer Steigung von teilweise 38,5% in das Bergdorf Montecatini Alto fahren. Von oben hat man einen wunderbaren Blick auf das Tal und kann die vielen kleinen Gassen zu Fuß erkunden, etwas essen oder trinken (Die Preise sind vollkommen ok und überraschenderweise nicht touristisch). Die Hin- und Rückfahrt mit der Funicolare di Montecatini Terme kostet 7 Euro und eine Fahrt dauert etwa 10 Minuten. Wer gut Zu Fuß ist, kann auch in das Dorf laufen. Mein Tipp: Auf den kleinen Platz setzen, zurücklehnen und einen Aperitivo trinken, dazu gibt’s wie üblich einen kleinen Snack.

CINQUE TERRE

Am nächsten Tag ging es weiter von der Toskana in Richtung Ligurien. Wenn man schonmal in der Gegend ist, so dache ich, muss man unbedingt einmal Cinque Terre gesehen haben. Das sind die berühmten 5 Dörfer an der Küste, deren Häuser so süß übereinander gestapelt sind und die ihr vermutlich zumindest schon 10 mal auf Instagram gesehen habt.

Wenn man die kleinen Orte besuchen möchte, sollte man ein paar Dinge beachten: Erst einmal ist es wahnsinnig stressig und schwer, die Dörfer mit Auto zu befahren und auf vielen Strecken sind die Dörfer komplett autofrei. Für Parkplätze zahlt man in der Regel 20 Euro und mehr, deshalb haben wir uns dazu entschieden, ein Zimmer im Nachbarort La Spezia zu buchen und mit dem Zug in die Dörfer zu fahren. Eine Zugstrecke kostet 4 Euro – ganz egal in welches Dorf ihr fahrt. Das Ticket ist für 90 Minuten gültig und theoretisch könntet ihr euch schnell ein Dorf anschauen, wieder einsteigen und in das nächste fahren, allerdings zerreißen die Kontrolleure die Fahrkarten, wenn ihr in eine Kontrolle geratet. Deshalb ist es nicht verkehrt, sich vorher anzuschauen, welche Dörfer man genau anschauen mag.

Wir haben uns dazu entschieden, den ersten Stop in Manarola zu machen und schon als ich aus dem Zug ausgestiegen bin, hatte ich keine Lust mehr. Wir waren gefangen in einer riesigen Menschentraube und normalerweise lasse ich Attraktionen lieber aus, als dass ich mich in einem Kampf um den besten Spot mit tausenden anderen Touristen befinde (siehe Pisa).  Allerdings haben sich die Menschen im Dorf dann erstaunlich gut verteilt und gerade, wenn man sich auf den Weg nach oben macht, findet man viele gemütliche Ecken und auch Picknicktische, die man nutzen kann. Der Ausblick ist wirklich der Wahnsinn und ich möchte diesen Ort trotz der verhältnismäßig vielen Touristen empfehlen.

Das zweite Dorf, Riomaggiore war um einiges weniger besucht, wenn vielleicht nicht ganz so fotogen (obwohl, eigentlich schon) wie Manarola. Dafür gibt es hier einen Kajakverleih und der Blick auf die Dörfer vom Wasser aus ist wirklich herrlich. Wenn ihr noch ein, zwei Stunden Zeit habt, solltet ihr euch unbedingt ein Kajak mieten, aber vergesst nicht, euch einzucremen und nehmt am besten eine Hose oder einen Rock zum wechseln mit, damit ihr nicht wie ich die ganze Zeit mit nassem Kleid herum rennen müsst. Es gibt auch einen Wanderweg zwischen den Dörfern mit jeweils verschiedenen Schwierigkeitsstufen, aber auch der kostet mittlerweile Eintritt.

 

7 Comments

  • 2 Monaten ago

    wow, die Fotos sind richtig, richtig schön!




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    • Jana
      2 Monaten ago

      oh, vielen dank.




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  • Marie
    2 Monaten ago

    Hach, Jana. Ich möchte dir wirklich mal ein Kompliment aussprechen. Ich folge dir schon lange (seit 2011 oder so?), und ohne andere Bloggerinnen damit abwerten zu wollen, stellen bei dir qualitativ hochwertige Beiträge, ein persönlicher Modestil und eine harmonische Bildsprache wirklich seit Jahren eine Konstante dar, die man sonst nur selten findet. Nichts wirkt aufgesetzt, nichts wirkt lieblos, nichts wirkt angestrengt. Die Bilder haben deinen eigenen Stil, ohne, dass du auf jedes einzelne dein Gesicht oder deinen Körper mit drauf quetschen musst. Du schreibst herrlich nahbar und unaufgeregt und bist zudem eine der einzigen in der „Fashionbloggerszene“ (der du mittlerweile ja auch ein wenig entwachsen bist), die sich auch nicht scheut, sich politisch zu positionieren. Danke dafür! Ich habe das Gefühl, dass du deine eigenen Linie fährst und deine Interessen und Fähigkeiten immer weiter entwickelst. Und auch gerade jetzt, wo das Geschrei um Kennzeichnung von Werbung auf Instagram groß ist, (besonders von Leuten, die sich früher mit Schleichwerbung und Intransparenz geschmückt haben,) muss ich schmunzeln, wenn ich daran denke, wie easy und wie lange schon du so etwas transparent hältst und locker offen legst. Also, vielen Dank für den schönen Content, den du seit Jahren kreirst, und auf eine weiterhin erfolgreiche Zukunft!




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    • Jana
      2 Monaten ago

      Wow, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Vielen vielen dank. Das hat mich wirklich gefreut




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  • 2 Monaten ago

    Wunderschöne Bilder! Italien ist einfach immer eine Reise wert.




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  • 2 Monaten ago

    Was für ein WUNDERBARER Bericht und schöne Fotos.
    Wir fahren seit vielen Jahren quer durch Italien – Toskana, Emilia Romana, Umbrien – immer „mit ohne Ziel“, sprich, wir wissen morgens nicht, was uns abends erwartet. Als Ohne-Kinder-Paar ganz easy, wenn man bereit ist. Dass Dein Bericht mit meiner Lieblingsstadt LUCCA begonnen hat, ist umso schöner.
    By the way – 3 Wochen sind wir wieder „on the road“ in Richtung Italien ♥

    Vielen Dank für den schönen Bericht
    Nadja




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