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Weekly Update KW03

Gedanken: Instagram ist für mich mit der Zeit immer unberechenbarer geworden, weil es im Grunde wahnsinnig leicht zu manipulieren ist, ich aber echt keine Lust habe, da mitzumachen. Ich habe aber ein neues kleines Hobby entwickelt, was mir nicht nur die Augen geöffnet hat, sondern auch meinen Respekt für so viele Menschen genommen hat.

Von Anfang an: Es ist ja so, dass besonders die Posts im Feed erscheinen, die eine hohe Interaktionsrate haben – also viel kommentiert werden und auch die Likes spielen eine Rolle. Schlecht für mich, weil ich mir diese Kommentier-Gruppen einfach nicht antun kann, denen man beitritt und sich verpflichtet, immer jeweils das Bild der anderen mit einem dummen Smiley zu kommentieren. Dann wäre da noch die unehrenhafte Lösung, einen Bot zu kaufen, der das ganze kommentiere und Gelike automatisch macht. Natürlich weiß ich, dass die Leute sich mittlerweile nicht nur eine Stange Follower kaufen, sondern gleich die Kommentare und Likes für jedes Bild dazu, aber dass das so verbreitet ist, hätte ich nicht gedacht.

Ich habe nämlich eine Funktion bei Instagram wiederentdeckt, die ich lange nicht mehr genutzt habe: klickt unten auf das Herz und dann auf ‚Abonniert‘ und schaut euch einfach mal an, wer seinen Bot losgeschickt hat, um fleißig irgendwelche argentinischen Bilder eines Brotkorbs oder einer angegessenen Banane eines Accounts zu liken, der gerade so 22 Follower hat. Und von diesen Bildern massenweise. Und das bei Leuten, die immer am lautesten schreien, wenn es um Fake-Follower geht.

Bei Intagram müsste ich mittlerweile eigentlich hart kämpfen, um gesehen zu werden. Ich müsste meinen Feed anpassen an das, was die unter 18 Jährigen sehen wollen: Mehr rosa vielleicht? So Couple-Goal Bilder und so. Das sind nämlich die, die fleißig kommentieren und liken. Meine Zielgruppe ist ‚zu alt‘, genauso wie ich es wahrscheinlich bin. Ich müsste eigentlich so einen Bot kaufen und Likes und Kommentare, aber mir graut es dafür, überhaupt zu wissen, wo man das tut. Ein ziemlich dubioses Geschäft ist das ganze mittlerweile geworden. Haltet mal die Augen offen und schaut ab und zu rein, was eure Instagrammer so alles liken. Ist sehr interessant.

Auf dem Plan: Ich fliege nächste Woche nach Marrakech und das glaube ich zum vierten mal. Das war eine spontane Entscheidung, die meine Mutter und ich bei einer Flasche Wein gefällt haben. Denn ich habe erfahren, dass meine Mutter keinen Reisepass besaß und das ist doch ein schöner Grund, einen zu beantragen. Ansgar und seine Eltern haben sich dann auch noch angeschlossen und jetzt werden wir die Sonne in einem schönen Riad mitten in der Medina genießen. Ich freue mich schon auf die Stadt, die ich so liebe und darauf, alles neu zu entdecken. Und vielleicht gibt es den ein oder anderen Experten unter euch, der mir etwas empfehlen kann, was ich ganz sicher noch nicht gesehen habe?

New in: Ich habe mir ein leichtes Fruchtsäurepeeling bestellt, das man wunderbar für den Hausgebrauch verwenden kann. Wenn ihr schon immer mal eins verwenden wolltet – bei diesem stimmt der PH Wert und es ist immer noch so mild, dass es auch für empfindliche Haut gut funktionieren sollte. Beim Arzt kann man übrigens auch stärkere Fruchtsäurepeelings machen, aber selbst dann ist dieses eine super Vorbereitung. Meine Haut fühlt sich jedenfalls wahnsinnig glatt und geschmeidig an.

What happened: Ich habe mich dazu entschlossen, die Fashion Week dieses mal so gut wie ausfallen zu lassen. Aus Selbstschutz. Dafür war ich sehr viel essen, das war wiederum sehr schön. Dafür möchte ich eine lustige Geschichte mit euch teilen: Von der Milchkuh Madel und ihrem Bauern, die einer Hindu-Gemeinde beim Tempelbau geholfen hat.

Need to see:




13 Comments

  • 8 Monaten ago

    Danke Jana, so inspirierend ❤️ und leider auch traurig wahr zu Instagram…
    Wie lange geht ihr nach Marrakech? Und ist es eigentlich gefährlich alleine hinzureisen? (würde so gerne die Stadt besuchen




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  • 8 Monaten ago

    Ja, den Tipp mit dem Abonniert hab ich auch schon bekommen und direkt allen Accounts entfolgt die so nachts um 3 sehr merkwürdige Fotos liken. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich als Instagram „Strategie“ auch teilweise alles bei bestimmten Hashtags like, obwohl mir das Bild an sich nicht gefällt… mittlerweile bin ich auch auf den Trichter gekommen, dass ich das alles ziemlich ungeil und unnütz finde. Die App hat sich in alle Richtungen hin so verschlechtert, dass ich sie am liebsten löschen würde. Ich lass sie dann aber doch drin, wegen meiner Familie & Freunde denen ich da gerne folge – und für die Inspiration.




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  • 8 Monaten ago

    Hi, ich mag ja sehr, was du machst, aber was bringt es dir, die anderen schlecht zu machen, indem du deinen Lesern „die Augen öffnest“ und somit selbst besser dastehst? Ich finde KOmmentiergruppen zum Beispiel überhaupt nicht schlimm, man unterstützt die Kollegen dort, und wie kommst du auf „dumme Smileys“?? Ich persönlich liebe Smileys und kommentiere ganz freiwillig damit…
    Ich fühle mich auch nicht angegriffen, wollte dir nur sagen, dass du ja bestimmt auch dafür bist, dass das Internet ein friedlicher Ort sein sollte oder könnte, und da sieht es etwas seltsam aus, wenn man bei der Schimpfkultur, die unter deutschen Bloggern leider so verbreitet und populär ist, mitmischt. Auch wenn das, was du sagst, stimmt.
    Btw: meine Zielgruppe ist auch „zu alt“ – man muss sich nicht auf Instagram verbiegen, man kann auch mit anderen schönen Bildern halbwegs erfolgreich werden
    lg
    Esra

    http://nachgesternistvormorgen.de/




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    • Jana
      8 Monaten ago

      Naja, ich seh das ein bisschen anders. Ich mache niemanden schlecht, ich zeige nur, wie andere so vorgehen. Ich habe es ihnen weder vorgeschlagen noch habe ich sie dazu ermutigt Bots zu benutzen und auch lieblose, zisammenhanglose Smileys unter random Bilder zu klatschen, in der Hoffnung, dass derjenige es auch bei meinen tut finde ich einfach ziemlich schade.

      Ich bin übrigens absolut dagegen, dass das Internet ein friedlicher Ort ist, wenn du damit meinst, dass Probleme einfach lieber unter den Teppich gekehrt werden und besser nicht angesprochen werden. Da mach ich lieber meinen Mund auf und sag meine Meinung.




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      • 8 Monaten ago

        Ich dachte, ich habe mich unmissverständlich ausgedrückt… Wo habe ich geschrieben, dass ich „Probleme“ unter dem Teppich will? Ich habe geschrieben, dass ich die schwer angesagte Schimpfkultur nicht unterstütze, auch wenn sich das gut klickt…
        So wie vor ein paar Jahren, als es in war, die Berliner Fashion Week runterzumachen, oder wie es immer noch populär ist, Influencer runterzumachen?
        Klar machst du andere schlecht, allerdings geschickt und unterschwellig, indem du sanft sagst, dass dein „neues kleines Hobby“ dir deinen „Respekt für so viele Menschen genommen hat“. Was ist das außerdem für ein „Hobby“?
        Für dich ist es Zeitverschwendung, deine Zeit beispielsweise in Gruppen zu investieren, aber nachzuspionieren, wer wen geliked hat, ist keine Zeitveschwendung?

        „weil ich mir diese Kommentier-Gruppen einfach nicht antun kann, denen man beitritt und sich verpflichtet, immer jeweils das Bild der anderen mit einem dummen Smiley zu kommentieren.“ – man verpflichtet sich in Gruppen nicht dazu. Man verpflichtet sich, wie ich eben schon gesagt hatte, die anderen zu unterstützen, mit ehrlich gemeinten Worten und einem Smiley, der nicht unbedingt „dumm“ zu sein braucht…
        Man hört einfach einen Frust aus deinen Worten heraus, und diesen Frust als „ich mache meinen Mund auf“, also quasi als ehrenhaften Widerstand zu verkaufen, finde ich unehrlich.

        Sorry, musste eben auch „meinen Mund aufmachen“…
        lg




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        • Jana
          8 Monaten ago

          Mit diesem Satz hast du ausgedrückt, dass ich dazu besser nichts hätte schreiben sollen: „wollte dir nur sagen, dass du ja bestimmt auch dafür bist, dass das Internet ein friedlicher Ort sein sollte oder könnte, und da sieht es etwas seltsam aus, wenn man bei der Schimpfkultur, die unter deutschen Bloggern leider so verbreitet und populär ist, mitmischt“.
          Laut deinem Satz wurde das Ziel (Internet = friedlicher Ort) also durch mein Beitrag (Beitrag zur ‚Schimpfkultur‘) gestört. Dein Problem war also demnach die Offenlegung meiner Meinung, dass ich diese Maschen, den Algorithmus zu beeinflussen, bzw. dass es überhaupt möglich ist, ziemlich traurig finde, weil es in deinen Augen „Schimpfkultur“ ist. Ich hätte also besser gar nichts dazu sagen sollen, oder die anderen halt einfach „machen lassen sollen“? Wieso? Weil du dich angegriffen fühlst, weil du in diesen Kommentiergruppen bist?
          Ich lasse dich übrigens machen. Ich verbiete dir das nicht, aber auch wenn es viel einfacher wäre, den Mund zu halten, ist das einfach nicht meine Art. Selbstverständlich ist das frustrierend für mich, wenn ich mir keinen Bot kaufen will, es aber so anscheinend ja super einfach ist. Ich hoffe, du liest den Frust raus. Das IST frustrierend! Aber das steht doch nicht im Widerspruch dazu, dass ich sage, ich möchte das trotzdem nicht machen und ich finde es sau schade, dass Leute das machen, von denen ich das nie gedacht habe? Übrigens ja, das ganze zu sehen war im Gegensatz zu diesen Likegruppen durchaus meine Zeit wert, weil mir das einiges erklärt hat.

          Wer trickst, der muss doch eben auch damit rechnen, aufzufliegen? Ich habe hier keine Geheimnisse erzählt, sondern eine Funktion auf die jeder mit zwei Klicks zugreifen kann.




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  • 8 Monaten ago

    Dass das Argument kommt, ich würde mich angegriffen fühlen, habe ich von Anfang an gewusst und deswegen in meinem allerersten Kommentar gleich entkräftigt (dachte ich zumindest!):
    „Ich fühle mich auch nicht angegriffen, wollte dir nur sagen, dass du ja bestimmt auch dafür bist“ etc….
    Es geht überhaupt nicht um mich. Der Ton macht die Musik. Ich persönlich finde deine Worte abwertend, und das hat mich gestört. Zwischen „Mund halten“ und Leute abwerten sind noch eine Zwischenstufen…
    Du sagts ja eigentlich selber, warum Leute gezwungen sind, zu diesen Mitteln zu greifen – wenn man mit Instagram Geld verdient, und der Algorhythmus immer bescheuerter wird, so dass man quasi immer unsichtbarer wird, selbst wenn man tollen Content hat – was bleibt einem denn anderes übrig? Hätte Facebook Instagram nicht so verändert, wäre alles eh ganz anders…
    Wenn jemand aus Ego-Gründen sein Insta pusht, finde ich das auch nicht so dolle, aber wenn man sich ein Business aufgebaut hat, welches von Instagram bewusst und systematisch kaputtgemacht wird – was ist dann verwerflich daran, wenn man sich anderweitig zu helfen sucht?
    lg
    Esra




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    • Jana
      8 Monaten ago

      Den Ton interpretierst du ja in meine Worte hinein. Das kann ich sogar nachvollziehen, weil es nie schön ist, wenn man sich persönlich angesprochen fühlt bei einem negativen Thema, aber das ändert ja nichts an meiner Meinung bzw. daran, dass ich sie teilen mag. Wie ich im Text geschrieben habe, finde ich es schade, Bots zu kaufen oder im Akkord zusammenhanglose Kommentare unter Bilder zu hauen, nur damit andere es auch so bei mir machen. Bots für so einen Mist zu kaufen ist für mich so, als würde jemand in einem Spiel cheaten und sich danach über den Sieg freuen und so verliere ich natürlich Respekt für Leute, für die ich vorher sehr viel mehr Respekt hatte. Das ist eine persönliche Wertung, mit der ich niemanden persönlich angesprochen habe, aber jeder, der sich dieser Methoden bedient, wird sich angesprochen fühlen. Ich sollte mich ja sicherlich angegriffen fühlen durch dein „das wirkt nicht mutig, sondern einfach nur frustriert“, als ich auf deine Argumente geantwortet habe. Allerdings finde ich es, wie bereits gesagt, tatsächlich frsutrierend. Deswegen stört es mich weniger, als vermutlich beabsichtigt.

      Wenn man mit Instagram Geld verdient und das nicht mehr auf ehrlichem Wege, bzw in einer Weise tun kann, die ich guten Gewissens vertreten kann, dann muss ich vielleicht auch einfach neue Wege finden, Geld zu verdienen und auch andere Plattformen bedienen, anstatt mich auf irgendwelche dubiosen Käufe einzulassen… Das ist meine Meinung zu dem Thema Bots.




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      • 8 Monaten ago

        Ich habe kein einziges Mal von Bots gesprochen, sondern von Kommentiergruppen… Und nein, ich fühle mich immer noch nciht persönlich angesprochen und genauso wenig wollte ich dich angreifen… Aber wenn du mich nicht so verstehen willst, wie ich das meine – ist es dein Recht.
        Deswegen lassen wir es auch besser. Du WILLST einfach nicht verstehen , wie ich es wirklich meine, deswegen hat es keinen Sinn.
        lg




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        • 8 Monaten ago

          Liebe Jana, liebe Esra, es folgt: Ein sehr unnützer Beitrag von mir. Hättet ihr diese Diskussion unter einem Instagrambild geführt, hättet ihr zumindest jede Menge „Interaktion“ sicher gehabt (sorry, das war mein Gedanke als ich eure Kommentare gelesen habe) – Ich glaube es gibt einen Punkt, an dem sich sicher alle schnell einig werden: Instagram ist längst nicht mehr das, was es mal war und das ist sau schade und nervenaufreibend!
          Wie man mit der App weiterhin umgeht, liegt bei jedem selbst. Peace.




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  • Anonymous
    8 Monaten ago

    Bonjour Jana, habe deinen Blog vor ewigen Zeiten gelesen und jetzt wiederentdeckt. Sehr entspannend deine Beiträge zu lesen. S.




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    • Jana
      8 Monaten ago

      juhu, willkommen zurück




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