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Über die Glaubwürdigkeit eines Bloggers

Irgendwann vor langer Zeit habe ich angefangen, Klamotten mit Sternchen zu markieren, wenn sie mir zugeschickt wurden. Manchmal bestehen ganze Outfits aus zugeschickten Sachen, manchmal habe ich alles selbst gekauft. Für mich macht das keinen Unterschied und für die Leser vermutlich auch nicht. Aber sie dürfen gerne erfahren, was ich selbst gekauft habe und was nicht. Warum auch nicht? Für Nicht-Blogger ist es gut zu wissen, dass es nicht alltäglich ist, so viel Kleidung zu besitzen. Wie oft ich für meine zugeschickten Sachen negatives Feedback bekommen habe? Nicht ein einziges mal.

Wenn ich Advertorial annehme, dann bin ich Fan von der Marke oder dem Produkt. Ich würde das ganze ohne zu zögern meinen Freunden ans Herz legen. Ein Prinzip, das mich schon viel Geld gekostet hat, weil ihr mich niemals in Tally Weil oder Head & Shoulders benutzen sehen werdet. Nicht weil es schlechte Produkte sind – sie passen einfach nicht zu mir. Ich würde selbst niemals diese Läden betreten oder dieses Shampoo kaufen. Wie kann ich die richtige Person sein, die für diese Brands wirbt? Ich werde euch nicht Discounter Haarmarken empfehlen, wenn ich selbst nur teure Haarpflegeprodukte benutze und manchmal war das vielleicht einen kleinen Moment lang schwer, weil gerade diese Marken meist wirklich große Budgets haben.

Ein guter Post ist ein guter Post und ob nun ein gutes Brand damit zutun hat, tut ihm keinen Abbruch. Im Gegenteil – ich hab die Erfahrung gemacht, dass sich Leser für einen guten Deal sogar mit einem freuen. Wieso kann ich dann also nicht offen damit umgehen und erkenntlich machen, was ein Advertorial ist? Ich lese mittlerweile immer mehr Artikel und Interviews mit Bloggern oder „Influencern“, die Wichtigkeit von Transparenz komplett relativieren und das ganze von der anderen Seite sehen. Macht es einen Unterschied zu markieren? Nein. Wieso sollte ich es dann tun?

‚Ich zeige eh nur Sachen, die mir gefallen, welchen Unterschied macht es, ob ich markiere?‘ Abgesehen davon, dass ich als Leser mittlerweile mehr als einmal gedacht habe ‚Das machst du niemals, weil dir das Produkt gefällt, sondern mit Sicherheit hat dir der finanzielle Anreiz gefallen’ macht es einen großen Unterschied: Man verliert an Glaubwürdigkeit. Nicht nur dieser Blogger, sondern die ganze Branche. Und ich sehe mich da plötzlich mit drin und all die Jahre, in denen ich mich um Vertrauen und Prinzipien bemüht habe, scheinen irgendwie für die Katz zu sein, weil ich mich ernsthaft frage, welchen Unterschied macht es, ob ich jetzt irgendeinen Detox- oder Diättee in die Kamera halte und fröhlich erzähle, dass ich nun nichts anderes mehr zu mir nehme, obwohl ich Detox für den größten Mist halte, weil ich eine gesunde Leber und sogar zwei Nieren besitze?

A single lie discovered is enough to create doubt in every truth expressed.

Es gibt mittlerweile Blogger, die in ihre Texte schreiben, wenn etwas nicht gesponsort ist. Welch eine traurige Entwicklung ist das? Ich will das nicht. Ich möchte auch als Leser den Leuten vertrauen, deren Texte ich lese und Bilder ich anschaue und ich als Leser habe einfach keine Lust auf wandelnde Werbetafeln. Eine Reichweite bringt nur noch recht wenig, wenn 80% der Leser einen unsympathisch finden und nicht mehr vertrauen. Negative Publicity ist vielleicht immer noch Publicity, aber ich bin davon überzeugt, dass sie trotzdem niemals etwas positives ist. Ich habe lieber 10 Freunde, die mir gegenüber wohlwollend und freundlich sind als 20, von denen die Hälfte mich eigentlich verachtet.

Hier ist das Problem mit den Bloggern: Wir haben eine Verantwortung und das wird anscheinend manchmal vergessen. Ein Blogger ist nicht irgendein Gesicht, das in der Einkaufsstraße einen Fielmann Text runterliest und danach wieder vergessen wird. Er ist auch keine Zeitschrift ohne Persönlichkeit und auch etwas anderes als irgendein Promi, der in einem übertriebenen Werbeclip das neue Guhl Haarshampoo anpreist. Wir sind viel nahbarer, viel echter, viel normaler und deswegen vertraut man uns – zumindest war es bislang so. Bitte nutzt das nicht aus, sonst habe ich als Leser bald keine Lust mehr auf Blogger und ich als Blogger eine Identitätskrise.

31 Comments

  • 8 Monaten ago

    Wir möchten 1.000 Ausrufezeichen hier drunter setzen. Uns geht das auch so hart auf den Sack und es macht die Branche, in der wir da stecken, nur noch mehr kaputt.




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  • 8 Monaten ago

    Ich finde es ehrlich lächerlich, dass einige sogar schon bei Snapchat von Bloggern ‚verlangen‘ die zugeschickten Sachen zu kennzeichnen. Für mich macht es keinen Unterschied ob man etwas zugeschickt bekommt oder selbst gekauft hat. Wichtig ist, dass man 100%ig hinter dem steht was man deinen Lesern/Zuschauern vorstellt.

    Liebste Grüße
    Nadine von tantedine.de




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  • Julia
    8 Monaten ago

    Liebe Jana,
    ein guter und wichtiger Artikel, deswegen les‘ ich dich immer wieder gerne!
    Ich bin seit sechs, sieben Jahren Leser verschiedenster Blogs kann ich dem nur zustimmen. Ich habe vor allem damit angefangen, weil ich eben echte Meinungen, echte Bewertungen und Empfehlungen sehen wollte anstatt Printanzeigen oder TV-Spots mit millionenschweren Models, mit denen ich mich nicht identifizieren kann und denen man eben nicht abkauft, dass sie hinter dem Produkt stehen und es auch z.B. privat nutzen würden. Das ist eben bei vielen Bloggern anders.
    Allerdings finde ich es sehr schade, dass viele Blogger meinen, dass Kennzeichnung nicht nötig wäre, denn ich als Leser würde viel lieber sehen, dass ein Beitrag oder Produkt gesponsert ist, als dass ich das Gefühl habe, (verzeih mir die Ausdrucksweise) verarscht zu werden. Es ist ja schließlich kein Geheimnis, dass man mit dem Bloggen seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, dann kann man auch zumindest so ehrlich zu seiner Leserschaft sein. Und es ist schade, dass sich ehrliche Blogger dann rechtfertigen (müssen) bzw. anfangen Dinge mit #notsponsored zu taggen, damit eben keine Fragen aufkommen, ob man denn vergessen hätte eine Kooperation zu kennzeichnen…
    Zudem ist es ja so, dass z.B. bei Zeitschriften eine strikte Kennzeichung bzw. Trennung von redaktionellem Inhalt und Werbung gegeben sein muss, und ich finde mittlerweile, dass dieses Gesetz eben auch für Blogs gelten sollte, die mittlerweile ja nun wirklich kein Randphänomen mehr sind.
    Ich kann Deine Meinung auf jeden Fall sehr gut nachvollziehen, ich würde mir manchmal wieder ein bisschen mehr Nähe zum Leser wünschen, damit man sich weiterhin mit dem Blogger identifizieren und auch wieder ein bisschen mehr auf die Meinungen und Empfehlungen vertrauen kann.
    Sorry für den doch sehr ausführlichen Kommentar, ich habe letztens erst eine Hausarbeit über Blogger als Meinungsführer und den Blog als Werbeplattform geschrieben, deswegen könnte ich mich noch ewig hier austoben.

    Liebe Grüße an Dich,
    Julia




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    • Jana
      8 Monaten ago

      Danke für den Text! Ich stimmt dir voll zu. Bis auf den Zeitschriften Teil – die sind nämlich zu 99% auch richtige Heuchler. Klar werden die Werbeanzeigen gekennzeichnet, aber dass dann in irgendwelchen Make Up Anleitungen plötzlich die gleiche Marke auftaucht, ist kein Zufall und gekennzeichnet wird das eben nicht. Zeitschriften sind leider überhaupt kein Vorbild und die Menge an dem, was da Werbung ist, ist einfach grausig… https://www.youtube.com/watch?v=9uxvYw8Qvi8




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      • Julia
        8 Monaten ago

        Ohje, wenn man sich das so anguckt und vor Augen führt hast du natürlich vollkommen recht! Die Aussage war eher auf den „Soll“-Zustand bezogen von wegen Landespressegesetz usw.; dass es in der Realität anders abläuft hätte mir natürlich klar sein müssen. Anscheinend sollten dann alle Medien ein bisschen überdenken, was sie denn da so veröffentlichen und dem Rezipienten vorsetzen…




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  • Anonymous
    8 Monaten ago

    Da fällt mir aktuell emmi ein. Aber es gibt auch Blogger die nur für Geld bloggen und man doch dann sowieso weiß ob etwas gesponsert ist. Ich folge eher Bloggern weil die mich inspirieren.




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  • 8 Monaten ago

    Super geschrieben, es ist einfach so wichtig, ehrlich und transparent den Lesern gegenüber zu sein und ich finde nichts daran falsch, dass man ganz offen Kooperationen aufzeigt. Ich habe andererseits auch kein Problem gesponserte Beiträge zu lesen, wenn ich es für glaubwürdig und zum Blogger passend halte.
    LG
    Brini
    BrinisFashionBook




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  • 8 Monaten ago

    Hey Liebes,

    sehr schöner Beitrag, ich weiß genau wovon du schreibst!
    In dieser Indentitätskrise von der du schreibst, habe ich zwischenzeitlich auch schon gesteckt aber ich bin froh, noch meiner Meinung nach den „richtige Weg raus“ gefunden zu haben.

    Liebst,
    Mina von MINAMIA – Fashion, Fitness, Beauty




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  • 8 Monaten ago

    Toller Text und ich gebe dir recht als Leser ist es mir egal, ob die Sachen selbst gekauft sind oder nicht, wenn der Blogger sie sich auch kaufen würde. Aber immer öfter glaube ich vielen nicht mehr, dass sie das Produkt wirklich benutzen und mögen.




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  • 8 Monaten ago

    Wahre Worte!




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  • 8 Monaten ago

    Ein sehr schöner und wichtiger Text. Mir persönlich ist es wichtig, ob ein Blogger gesponserte Produkte markiert. Es ist dann nicht so, dass man ihm nicht mehr glaubt (zumindest bei mir nicht) aber es gehört für mich einfach dazu und wie du schon sagst, freut man sich doch auch für diese Blogger. Ich handhabe es hier ähnlich wie du, ich stelle nur das vor, was ich auch selbst kaufen würde und wenn das dann halt nur alle Schaltjahre mal ein PR-Post wird, sei’s drum. Meiner Meinung nach leidet die Glaubwürdigkeit der Blogger nicht nur an der Markierung oder dem Fehlen davon sondern auch an den Texten zu den jeweiligen PR-Produkten und an Produkten/Videos/Bekleidung die einfach überhaupt nicht auf den Blog und zur Person passen, aber dennoch hochgelobt werden. Ich weiss, dass mittlerweile viele davon leben, aber jeden Mist muss man dann ja auch nicht vorstellen und sich auch noch etwas dazu aus der Nase ziehen.




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  • 8 Monaten ago

    Wunderbare und ehrliche Worte, liebe Jana! Was dieses Thema angeht, stimmte ich dir voll und ganz zu. Ich lese schon seit einigen Jahren die verschiedensten Blogs und bin recht schockiert wie sich diese „Sponsored/not sponsored“ Einstellung ins Negative/Übertriebene entwickelt. Es gibt Blogger, die tun alles für Kooperationen (egal ob es zu einem passt oder nicht) aber das liest man auch an der Art und Weise, wie sie es schreiben. Dann gibt es Blogger (wie dich) die es genau richtig machen und man an jedem Satz erkennen kann, dass sie zu 100% hinter dem Produkt stehen, das sie bewerben. Ich würde einen Post nicht weniger gerne lesen, nur weil er die Markierung „sponsored“ beinhaltet – wenn die Person dahinter auch voll und ganz hinter der Kooperation steht.

    Ganz liebe Grüße
    Alina
    http://www.blackbeachchair.com




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  • 8 Monaten ago

    Sehr gute Einstellung! Genau deswegen lese ich deinen Blog auch gerne. Ich habe auch kein Problem damit wenn Teile gesponsert sind. Ich kann aber verstehen wenn Leser möchten das es markiert wird. Wenn jemand jeden Monat mit einer neuen Chloe daher kommt, wird man doch recht stutzig und fragt sich wie das geht.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at/




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  • 8 Monaten ago

    @Julia: es ist tatsächlich so, dass auch Blogger Werbung als solche kennzeichnen müssen, um auf der rechtlich sicheren Seite zu sein. Sollten Mitbewerber des Unternehmens, für das heimlich geworben wird, das mitbekommen, können sie juristisch dagegen vorgehen. Auch Google kann einen Blog deswegen abstrafen und vom Index werfen. Es ist also nicht ungefährlich, mit solchen Methoden zu spielen. Ich kann mir das nur so erklären, dass Blogger, die so etwas machen, nicht an ihrer Community interessiert sind, obwohl ein Blog ja davon lebt. Aber überall gibt es schwarze Schafe. Dagegen kann man leider nicht viel tun.

    @Jana: Danke für den Artikel und deine Ehrlichkeit. Weiter so!

    Liebe Grüße
    Eve von http://www.eveblogazine.com




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  • 8 Monaten ago

    Ich gebe dir Recht.
    Ich ärgere mich oft, warum unsinnige Produkte hoch angepriesen werden, obwohl man merkt, dass derjenige sie nichtmal wirklich benutzt.
    Oder teure Handtaschen, die jemand geschenkt bekommt werden als selbstgekauft deklariert.
    Ich finde das ist reine Lüge und ich habe mich von einigen Blogs mittlerweile abgewendet, deiner hingegen wird mir zur Zeit immer lieber.
    Denn du denkst ein wenig wie ich !:)




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  • 8 Monaten ago

    Liebe Jana, wie wahr das alles ist was Du beschreibst. Mittlerweile fühle ich mich schon schlecht, wenn ich aus freien Stücken über ein gutes Produkt schreibe. Weil ich erstens ohne Geld zu bekommen etwas empfehle und zweitens jeder vermutet ich hätte doch Geld bekommen es aber nicht entsprechend gekennzeichnet. Crazy! Dabei ist doch das einer der Hauptgründe, warum ich angefangen habe zu bloggen. Ich möchte, wie meiner besten Freundin auch, meine Tipps in die Welt pusten. Gleichzeitig höre ich dann von anderen Bloggern, ich würde den Markt kaputt machen, wenn ich ohne Geld dafür zu bekommen, über ein Produkt schreibe. Schwierige Kiste. Gleichzeitig sehe ich auf Snapchat wie die Grenzen zwischen Bloggern und Models verwischen. Es gibt eben diese Blogger, die wie Models ihr Gesicht für jede Marke hinhalten. Angefangen haben sie vielleicht als Blogger, aber wirklich Content machen sie heute nicht mehr, dafür zieren sie jedes zweite Werbeplakat und die Streetstylefotografen reissen sich um sie, aber das hat mit dem Bloggen, was ich betreibe so rein gar nichts mehr zu tun…




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  • 8 Monaten ago

    Schöner geschriebener Text. Irgendwie sprichst du meine Gedanken aus. Viele Blog finde ich einfach nicht mehr echt und das finde ich etwas traurig… Mach weiter so!

    Liebe Grüße,
    Monika




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  • 8 Monaten ago

    Liebe Jana,
    ein ganz toller Beitrag, den ich genauso unterzeichnen würde. Ich bin zwar noch nicht lange dabei und habe wahrscheinlich auch aufgrund dessen schon die tollsten Anfragen bekomme, die angeblich so gut zu mir passen würden, wo ich mich nur fragen musste, habt ihr euch ernsthaft meinen Blog angeschaut!?! Ab der ersten Kooperation habe ich nur Dinge angenommen mit denen ich mich identifizieren konnte und kann und die ich genauso meinen engsten Freunden empfehlen würde. Alles andere wurde abgelehnt. Lustigerweise findet man dann genau diese Kooperationen auf anderen Blogs wo sie eigentlich auch gar nicht hinpassen… Das ist wirklich schade, ich finde das wichtigste ist einfach, dass man sich und seinem Stil treu bleibt und dazu gehört auch entsprechende Kooperationen zu Kennzeichen. Was ist denn dabei?! Ich freue mich für jeden der tolle Kooperationen bekommt und tolle Kleidung als Inspiration auf seinem Blog vorstellt.
    Liebst Kathi
    http://www.meetthehappygirl.com




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  • 8 Monaten ago

    Guter Beitrag zu dem Thema!
    Es ist echt traurig, dass man schon kennzeichnen muss, wenn etwas nicht gesponsert ist. Und diese furchtbaren Tees oder auch diese Marke die jeder Blogger momentan auf Snapchat zeigt, finde ich einfach nur penetrant nervig und absolut nicht glaubwürdig. Weder für die Marke, noch für den Blogger. Auch wenn ich mir sicher bin, dass denen die Sachen wirklich gefallen, aber wenn schon 100 andere dafür geworben haben, warum nimmt man dann die Anfrage an?
    Ich finde es auch traurig, dass man mit einem Blog von fremden Leuten einfach gefragt wird, ob man damit Geld verdient und wie viel. Als ob es nur darum geht, mit dem Blog Millionen zu scheffeln. Klar ist es toll, wenn man vielleicht den Blog zum Beruf machen kann, aber deswegen habe ich zB den Blog nicht gestartet. Es scheint so, dass alle nur verdienen wollen, die Arbeit dahinter und wie mühsam das oft ist, wird aber nie gesehen.
    lg Sabi




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  • 8 Monaten ago

    Sehr guter Artikel und das kann ich nur zu 100% unterschreiben. Und ja, ich finde es auch total traurig, wenn man schreiben muss, dass man das wirklich selbst gekauft hat und es zeigt, weil man es mag und nicht, weil man Geld dafür bekommt. Ich denke als nicht Blogger ist das aber auch schwer nachzuvollziehen. Es wirkt dann vermutlich wie „hach die bekommt eh alles geschenkt“,

    LG,
    Ulrike




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  • 8 Monaten ago

    Vielen Dank für diesen Artikel! Ich finde es super, dass du Transparenz auf Blogs immer wieder ansprichst und darauf aufmerksam machst, denn ich habe das Gefühl, manch anderer Blogger würde das lieber unter den Tisch kehren.
    Übrigens schreibe ich gerade meine Masterarbeit zu genau dem Thema (Wie wirkt sich die Kennzeichnung oder Nicht-Kennzeichnung von Sponsored Posts auf die Glaubwürdigkeit des Bloggers aus?) und finde es immer wieder spannend zu sehen, dass ich da anscheinend ein sehr aktuelles Thema aufgreife
    LIebe Grüße
    Philine




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  • 8 Monaten ago

    Toller Text! Obwohl mein Blog recht klein ist, habe ich auch schon Anfragen bekommen, die allerhöchstens finanziell attraktiv sind, aber wirklich gar nichts mit den Themen auf dem Blog zu tun haben. Oder eben einfach nichts sind, was ich selbst vertreten könnte. Wie du sagst, Marken die ich selbst nie kaufen würde haben auch auf meinem Blog nichts verloren. Und ja, ich will meine Leser auch wissen lassen, wenn ich für etwas Geld bekomme. Wenn man woanders Werbung sieht, erkennt man das ja auch direkt, wieso sollte das auf meinem Blog irgendwie anders sein?
    Liebe Grüße,
    Alex




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  • 8 Monaten ago

    Sehr toller und ehrlicher Post! Ich sehe das genauso, wieso sollte ich für irgendetwas werben, wenn ich es niemals selbst ausprobiert hätte oder es einfach nicht zu mir passt? Was bringt das? Wo ist da der Sinn? Nirgends! Langfristig gesehen bringt uns alle nur Glaubwürdigkeit weiter.
    Genauso bringt es niemanden um, wenn man Produkte, die man kostenlos erhalten hat, mit einem kleinen Sternchen versieht, das ändert doch an dem Outfit an sich nichts, oder an dem Text, aber dennoch bleibt man transparent und ehrlich.
    Finde es klasse, dass du deine Reichweite nutzt und so eine Message verbreitest! Gerne mehr solcher ehrlicher und sinnvoller Posts! Übrigens auch sehr schön geschrieben!
    Liebe Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de




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  • 8 Monaten ago

    Liebe Jana!

    Auch ich stimme mit den anderen hier überein: Ein wirklich wichtiger und richtiger Text! Ich hoffe, dass noch viele Menschen ihn lesen werden – denn du thematisierst etwas, das mir selbst bereits seit einiger Zeit negativ auffällt, auch wenn ich noch gar nicht so lange „dabei“ bin: Verantwortung.
    Ich glaube, sowohl Blogger*innen als auch Firmenvertreter*innen vergessen schnell und gerne, dass Bloggende Verantwortung tragen für das, was sie schreiben und präsentieren. Und dass ihre Leser*inenn sie lesen, weil sie ihnen vertrauen – und dann im Zweifelsfall guten Gewissens die vorgestellten Produkte nachkaufen. Und in so einer Position (egal, ob ich ein „großer“ oder ein „kleiner“ Blog bin) habe ich mir sehr genau zu überlegen, was ich tue – ob ich eine Kooperation mit Kik eingehe oder lieber nicht, um es einmal sehr vereinfacht zu formulieren.
    Ich blogge beispielsweise im Bereich Nachhaltigkeit – und hier Kooperationspartner zu finden, ist verdammt schwierig. Zum einen, weil immer noch viele Firmen in dem Bereich denken, man mache alles umsonst – aber auch, weil es eben so wenige Firmen gibt, die sich damit befassen. Und dann muss ich als Blogger*in damit leben, dass nicht viele Anfragen reinkommen, die zu mir passen und den monetären Aspekt ausblenden. Denn dafür habe ich das Bloggen nicht begonnen. Ich will zu 100% hinter dem stehen, was ich schreibe, auch und gerade bei Sponsored Posts. Und das wird immer kenntlich gemacht – aus Gründen der Fairness allein, aber auch, weil ich gesetzlich dazu verpflichtet bin.
    Und auch ich finde die Tendenz und das Gefühl schade, dass sogar Produkte, die man sich selbst gekauft hat und die man einfach so vorstellt, weil man davon überzeugt ist, am Ende des Artikels ausdrücklich als solche markiert werden müssen. Es ist so traurig, dass das Vertrauen gerade in diesem Bereich gerade so rapide schwindet.

    Liebe Grüße
    Jenni




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  • 8 Monaten ago

    Wie wahr! Letztens erst habe ich mich mit weiteren kleineren Bloggern, wie ich es auch bin, darüber unterhalten, ob man nicht eine neue Bezeichnung für uns bräuchte. Schließlich verstehen unter Bloggern mittlerweile alle nur Promis, denen kostenlos Kleidung zugeschickt wird. Dass wir Blogger eben keine Promis sind, sondern authentische Girls (Boys) Next Door, und deshalb so gerne gelesen werden und eine Community entstehen kann, gerät immer in Vergessenheit.

    Du machst das als „große“ Bloggerin ziemlich gut, Jana! Du kritisierst nämlich ordentlich in deinen Texten und vergisst nicht ab und an aus dem Nähkästchen zu plaudern. Weiter so, ich lese dich schon sehr lange und eigentlich Wechsel ich meine liebsten Blogs ziemlich häufig. xx Ana http://www.disasterdiary.de




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    • 8 Monaten ago

      Geht mir auch so!

      Ich finde es zB auch richtig nervig dass viele Blogger sobald das Geld gut läuft einfach nur noch Designersachen posten. Und dann überall dieselben Taschen und für die Fashion Week werden sie schon von Marken ausgestattet. Wo ist da der „personal style“ mit dem viele angefangen haben. Schade auch dass einige große Blogger ihren Blog total vernachlässigen..schließlich hat er sie so erfolgreich gemacht…




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  • 8 Monaten ago

    Mega der coole Text und auch sehr inspirierend!




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  • Anonymous
    8 Monaten ago

    Liebe Jana, du bringst es tatsächlich sehr schön auf den Punkt. Und ich bin unheimlich glücklich darüber, dass es Menschen bzw. Blogger wie dich gibt, die sich da auch mal trauen ihren Mund aufzumachen.
    Ich als Blog-Leser möchte am liebsten ehrliche Artikel lesen: aber da fängt es ja schonmal an! Viele Blogger scheinen das SCHREIBEN verlernt oder schlichtweg vergessen zu haben. Würde ich mir nur Bilder anschauen wollen, hätte ich bei Lookbook oder Pinterest vorbeigeschaut.
    Ich finde es zudem sehr wichtig, dass die gesponsertne Posts auch irgendwie zu dem Blogger passen. Wie unglaubwürdig ist es bitte eine Rolex am Arm zu haben oder Rolls Royce zu fahren (wenn ich nicht Chiara Ferragni heiße, und mir diese Sachen selbst niemals leisten könnte)?

    Da sollten allerdings auch die Firmen an den Pranger gestellt werden, die sich mit solchen Advertorials selbst nur lächerlich machen.

    Bleib bitte so authentisch wie du bist!

    xx




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  • Anonymous
    7 Monaten ago

    Liebe Jana,

    ich bin voll und ganz bei Dir. Ich, auch Bloggerin, würde niemals für etwas Werbung machen, wovon ich selbst nicht überzeugt oder begeistert bin! Nur so kann ich authentisch bleiben und einen ehrlichen Austausch mit meinen Lesern pflegen. Super Beitrag! Liebe Grüße, Olga http://www.yupka.me




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  • Anne
    7 Monaten ago

    Ganz ganz toller Beitrag! Ich glaube, das ist der erste Artikel eine Bloggers zu diesem Thema, der das ganze auch tatsächlich mal aus Sicht des Lesers betrachtet und eben nicht zickig und beleidigt mit der „ich kann aber nicht in meinen Klamotten und Shampoos leben“ -Schiene kommt. Ich glaube diesen Punkt haben Blogger heute meilenweit überschritten.




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