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Roadtrip USA: CA to NV

Ich bin mir sicher, ich habe noch nie einen Post geschrieben, in dem so viele Straßenbilder vorkommen. Aber es geht nicht anders und am Ende des Posts könnt ihr vielleicht verstehen, wieso. Coachella war also vorbei und da standen wir. Mit unserem eckigen Auto, riesigen Koffern und absolut keinem konkreten Plan, was wir machen sollten. Wir hatten 6 Nächte Zeit – bis dahin mussten wir in San Francisco sein, denn dort ging unser Rückflug zurück. Masha wollte unbedingt nach Las Vegas und ich gerne irgendwo ins Landesinnere, also fuhren wir gegen Mittag los.

Spontan nach Las Vegas? Wieso nicht. Keinen Plan zu haben ist mit der größe Luxus den wir haben können.

4 Stunden Fahrt, ungefähr 250 Meilen waren es von Palm Desert und wir sind ziemlich unbekümmert bis zur Hälfte des Ziels gekommen, als es plötzlich krachte. Ich habe das Steuer übernommen, fuhr auf der ewig langen Straße gerade aus, habe mich währenddessen mit den anderen unterhalten und zum millionsten mal cake by the ocean im Radio gehört, als das komplette Seitenfenster zerbrochen ist und wie hartes Konfetti meinen ganzen Körper bedeckte. Uns kam ein kleiner Laster entgegen mit einer losen Plane. Diese, die man unten an den Metallringen festschnürt. Die Ecke flog mit so einer Geschwindigkeit gegen unser Auto, dass unsere Scheibe dabei drauf ging – der Fahrer hat nicht einmal etwas gemerkt. Das ganze passierte so schnell, dass ich gar keine Chance hatte, auszurasten oder Panik zu schieben, deshalb konnte ich das Auto einfach an die Seite lenken und niemandem ist etwas passiert. Das Blöde an der Sache war nur: Jetzt durften wir weitere 3 Stunden mit offenem Fenster fahren, bis wir unser neues Auto bekamen.

Abgesehen von dem Unfall war die Strecke ein Traum. Von Palm Springs nach Las Vegas, aber vor allem von Las Vegas zurück Richtung Küste durch den Death Valley. Vermutlich habe ich noch nie so oft in meinem Leben das Wort ‚Wow‘ verwendet. Einfach alles war wow – die Joshua Trees, die vielen verlassenen kleinen Dörfer, die einsamen Straßen… Ich war völlig fasziniert davon, in welchen Gegenden die Menschen lebten – Stunden entfernt von der nächsten großen Stadt, Meilen entfernt von den nächsten Nachbarn. In Wohnwagenähnlichen Behausungen aber dafür fast immer mit dickem Auto. Wie es wohl ist, so mitten im Nichts aufzuwachsen? Gruselig und faszinierend waren diese Gegenden, immer umrahmt von halb zerfallenen Ruinen, einer letzten Spur und der Fantasie von den Menschen, die hier ihre Zeit verbracht haben.

Diese Weite ist mir unbekannt. Wo in Deutschland fährt man schon stundenlang, ohne dass einem jemand begegnet?

Irgendwie abenteuerlich – was machen wir, wenn wir eine Panne haben? So ganz ohne Empfang und Orientierungsmöglichkeit. Unsere Route durch den Death Valley war eine der schönsten Sachen, die ich in meinem Leben gesehen habe. Ich war nie ein großer Fan der USA – ich mag New York, aber den Hyp um diese Stadt konnte ich nie verstehen. Aber jetzt habe ich Blut geleckt, ich liebe Nevada, ich liebe Kalifornien und ich muss euch unbedingt mehr erzählen von Las Vegas, unserem Trip die Küste entlang oder San Francisco.

This is my bubble content.

English:

I‚m pretty sure I never included that many pictures of a road in a post before. But maybe you’ll understand why at the end of the post. After Coachella was over we still had 6 nights till we’d fly back to Germany from San Francisco. We didn’t really have a plan so we decided to drive to Vegas. 4 Hours and about 250 Miles. The trip was amazing but the way back to the coast through the Death Valley was even more beautiful.

We travel not to escape life, but for life not to escape us.

I was stunned by everything: The Joshua Trees, the small villages and the long, lonely roads. There were these tiny houses in the middle of nowhere and I couldn’t even imagine how crazy it must be to live in a place in the middle of nowhere. Miles away from your next neighbor. Lots of ruins between all those little boxes which are used as houses but always with an expensive car in the driveway.

somehow adventurous. There was almost nobody and we didn’t have any signal on our phones. What would happen if the car had a breakdown? But the route through the Death Valley was one of the most beautiful things I’ve seen and it’s one of the reason I became a huge USA fan. I always likes New York but I never got why people are so obsessed with this city. But now I’m in love with California and Nevada and I definitely wanna see more.

 

17 Comments

  • 4 Jahren ago

    Wunderschöne Bilder! Da will man doch gleich seine Koffer packen und selbst losziehen! Kalifornien steht jetzt aber auf jeden Fall ganz oben auf meiner bucket list!
    Liebe Grüße,
    Elena
    __________________________
    http://saintjeans.de/




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  • 4 Jahren ago

    Die Fotos sehen so toll aus! Da bekomme ich gleich Fernweh…
    xx
    http://www.thefashionplaybook.de




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  • 4 Jahren ago

    Wow! Was für Fotos! Was für Landschaften!! Es sollte wirklich ein Traumreise gewesen sein ; ) Danke fürs Teilen : )
    LaMelenaDeLeón




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  • 4 Jahren ago

    Wow was für ein Erlebnis, total spannend und aufregend!




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  • 4 Jahren ago

    Die Bilder sind so toll! Wir machen im Sommer einen dreiwöchigen Roadtrip durch den Westen der USA und ich freu mich schon so sehr!

    Liebe Grüße
    Kathrin
    https://loveisallyouneed19.wordpress.com




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  • 4 Jahren ago

    Wahnsinnig waaahnsinnig schöne Bilder!!! … machen dem Namen „Death Valley“ alle Ehre. Ich war „nur“ mal auf Hawaii und da hat es mich auch schon total fasziniert, dass Menschen inmitten von Nichts leben. Vereinzelte Häuser, die man nur über enge Serpentinen-Straßen erreichen kann – die zudem noch regelmäßig überflutet werden! Bis zur nächsten „Stadt“ sind es Stunden. Ja, sind halt ganz andere Weiten und Distanzen in den USA.

    … und hach, California! ❤️




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  • 4 Jahren ago

    Das sieht wahnsinnig schön aus! Ich muss unbedingt endlich einen Trip an die Westküste planen. An der Ostküste gibt es so unbelebte Ecken nicht.
    Gut, dass euch nichts passiert ist, als die Scheibe zu Bruch ging.




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  • 4 Jahren ago

    Wow!
    Was für unglaublich beeindruckende Bilder!
    Fernweh pur!

    Alles Liebe
    Hannah




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  • 4 Jahren ago

    So tolle Bilder!!! In love

    http://thedaydreamings.blogspot.de




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  • 4 Jahren ago

    Das sind einfach nur wundervolle Eindrücke – ich würde wahrscheinlich auch ständig nur die Straßen fotografieren. Die sehen einfach nur traumhaft aus
    LG
    Brini
    BrinisFashionBook




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  • 4 Jahren ago

    Wow der absolute Hammer – super schöner Post! Ich freue mich schon auf meinen Roadtrip nächstes Jahr!
    xx. Mirjam // http://www.miiju.ch




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  • Pia
    4 Jahren ago

    traumhaft schöne Bilder




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  • Jenny
    4 Jahren ago

    Hallo Jana,
    Wir machen gerade einen ähnlichen Trip, wir reisen 4 Wochen umher, durch Nationalparks und Städte, heute geht es nach Vegas und dann weiter nach San Francisco, mit Zwischenstopp im Yosemite. Wir waren auch noch in Arizona und Utah und haben eigentlich auch die Gedanken von denen du erzählst im Kopf gehabt – wie leben Menschen meilenweit weg von der nächsten „Stadt“, in kleinen Trailern mitten in der Wüste?!
    Ich bin froh, das mit eurem Auto alles gut ausging. Ganz tolle Bilder
    Liebe Grüße
    Jenny




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  • 4 Jahren ago

    Wahnsinnig tolle Bilder! Ich habe 2014 einen fünfwöchigen Roadtrip in den USA unternommen und diese Strecke ist wirklich eine der beeindruckendsten und faszinierendsten! Danke für die schöne „Auffrischung“!
    Liebe Grüße, Ina




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  • 4 Jahren ago
  • 4 Jahren ago

    Wundervolle Fotos! Da möchte ich auch noch unbedingt hin!

    http://www.confashiontime.com




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  • 4 Jahren ago

    Ich liebe den soften leicht cremigen und entsättigten Look deiner Fotos! Welche Presets/Actions/Filter benutzt du dafür? Wäre dir ewig dankbar wenn du mir das verraten könntest.
    P.S. Folge deinen Blog schon seit 2009 als du noch mit deiner kleinen Canon „digi-cam“ bessere Fotos als anderen mit DSLR gemacht hast.




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