Fashionblog Travelblog Interiorblog Germany

opinion Archive

5 things I learned about friendship

Posted in opinion


1. Friendships are more precious than anything
Es gibt kaum etwas beruhigenderes, als zu wissen, dass jemand hinter dir steht und dich auffängt, wenn du fällst. Fallen, das kann jedem von uns passieren. Trennung, Geldruin, Krankheit, Depressionen, Burn Out, Wohnungsverlust… Eigentlich können wir uns nie sicher sein, wie die Zukunft aussehen wird. Es wird so viel besser, wenn ihr wisst, dass in der Zukunft eure Freunde bereit stehen und euch auffangen werden, wenn ihr fallt. Ganz selbstverständlich und bedingungslos.

There will always be the time when you’ll fall in a deep hole. We can never be sure what future brings. But it will be so much better when you know your friends will hold you when you fall. Without saying and unconditionally.

(more…)

ich hab mehr follower als du

Posted in opinion

“vielleicht schaff ich es heute noch, die nächsten tausend Follower vollzukriegen”. Wir stehen in der Runde, ich starre gedankenverloren mein Glas an und brauche eine Weile, bis der Satz bei mir ankommt. Und während das Gespräch so weiterläuft, bleibe ich an diesem Satz hängen. Vielleicht bekomme ich heute meine nächsten 1000 Follower voll? Was hat das zu bedeuten? Ist das irgendwie eine Art Etappensieg oder so? Ich hab den Verlauf des Gesprächs völlig verloren, denn plötzlich wird mir klar: Irgendwie messen wir uns tatsächlich an Followern. Machen uns jetzt wirklich Page Impressions und Social Media Follower aus? Ich fühle mich dreckig, ich will das gar nicht. Ich möchte bitte gerne weiter Jana sein. Die, die zwar irgendeinen Instagram Account hat und auch wahnsinnig gerne bloggt, die aber trotzdem Jana bleibt, ganz egal wie viele Leute dieses Zeug nun tatsächlich lesen. “wie viele Facebook Fans hat die denn? …achso, naja. Ich hab mehr.” – Gratulation!

“ich hab andere Blogger irgendwie satt. Das ist alles so ein riesiger Inzesthaufen und es geht immer nur ums bloggen und erfolgreich sein” meinte letztens eine befreundete Bloggerin zu mir und ich konnte mich so sehr in ihrer Meinung wieder finden. Ich hänge wahnsinnig gerne mit euch ab, ich lerne euch wirklich gerne kennen. Aber wenn ihr nur bei mir seid, in der Hoffnung, ich verlinke euch im Laufe das Tages mal auf Instagram, dann seid bitte fair und geht mir aus dem Weg. Sowas tut nämlich weh.

“du musst unbedingt über dieses Thema bloggen, das bringt so viel Traffic” ist es mir vor ein paar Monaten mal rausgerutscht und danach hab ich mich irgendwie dreckig gefühlt. Wie jemand, der korrupte Deals macht. Der über Leichen geht um das zu bekommen, was er will. Und das ist wahnsinnig übertrieben, ich weiß. Aber ich hatte in dem Moment Angst mich selbst zu verlieren. Das passiert in diesem Business wahnsinnig schnell, weil du immer selbst für deinen Erfolg verantwortlich bist. Warum suchen sich Youtuber für ihre Videos immer die wahnwitzigsten Titel für ihre langweiligen 10 Minuten Reden aus? Weil die Leute eher klicken. Ist doch klar. Und während ich andere Blogger, die für ein bisschen Geld für jeden Discounter werben, verurteile, wurde mir irgendwann klar, dass ich selbst ganz dringend aufpassen muss, wie weit ich gehe.

Ich bin verdammt stolz auf mich, dass ich schon immer alles abgelehnt habe, was mir in irgendeiner Weise nicht gefallen hat. Vom Kaffeehersteller bis zum Fashionlabel. ich behaupte sogar, dass ich da so konsequent bin wie wenige andere Blogger. Ich war mal bei einem Netzwerk unter Vetrag, bei dem ich gefühlte 80% der Aufträg abgelehnt habe. Und wenn ich am Ende gesehen habe, wie sich die anderen Blogger für die Kohle durch diese schlechten Advertorials gekämpft haben, wusste ich immer, dass ich das absolut richtige getan habe. Wovor ich wirklich Angst habe, ist der Tag, an dem ich einem anderem Blogger begegne und nur seine Followerzahlen sehe. Der Tag, an dem ich mir denke “Die hat gerade mal 500 Fans auf Facebook, geh mal lieber zu jemandem, der wichtiger ist”. Der Grad zwischen beruflich bloggen und nicht zu verbissen werden ist so unglaublich schmal. Ich bete zu Gott, dass ich niemals so eine Person werde, ich könnte nie wieder in den Spiegel schauen. Wenn ich jemals aufhöre unter meinen Outfits irgendeinen Stuss zu schreiben, weil ich einfach keine Lust habe die kulturelle Existenzberechtigung der Jeansjacke zu erläutern, dann holt mich bitte auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich möchte bitte niemals niemals niemals so ein Mensch werden.

ich bin ein Alien

Posted in opinion

 

Manchmal. Zumindest komm ich mir so vor. Ich radel mit meinem Fahrrad die lange Einfahrt hinauf. Was mach ich hier überhaupt? ich bin langsamer geworden, ohne es selbst zu merken. Gleich bin ich da und ich habe keine Ahnung was ich hier tue. Vor dem großen Gebäude stehen Männer im Anzug. Einer sieht wie der andere aus und ich fühle mich spätestens jetzt völlig fehl am Platz. Ich lehne mich nach vorne und mache mein Fahrradlicht aus. Vielleicht sieht mich so ja keiner. Gut Jana, du hast die besten Ideen. Wie immer! Ich könnte mir ja einfach für den restlichen Abend die Augen zuhalten, dann bin ich unsichtbar.

Gekonnt habe ich diese Einladung wochenlang ignoriert und dann einfach vergessen.

Ich habe mich auf einen lustigen niveaulosen Abend mit meinen Freunden gefreut, mit schlechten Drinks und mittelgutem Essen. Bis ich einen Anruf bekommen habe und irgendwie doch noch zugesagt habe, weil ich ein schlechtes Gewissen hatte. Jetzt steh ich hier am Rande der Menschenscharr, die sich angeregt miteinander unterhält, superwichtig aussieht und habe keine Ahnung was ich tun soll. Einfach mal warten. Ich versuche mich möglichst unmerklich an den Rand des Gebäudes zu stellen, irgendwo wo nicht so viel Licht hinfällt und verfluche, dass ich so gigantisch groß bin. Das gibt immer so ein Elefant im Porzellanladen-Feeling.

Irgendwann werde ich rumgeführt und schüttle einem Haufen Menschen höflich die Hand, wechsle ein paar Sätze und schweige dann wieder betreten, weil ich mit meinem Smalltalk-Latein am Ende bin und irgendwie auch einfach nicht weiß, worüber ich mich unterhalten soll. Sind diese Menschen wichtig? kennt man die? Ist das unhöflich, wenn ich sie frage, was sie so machen? Ich denke daran, wie ich heute Abend in Jeans und Schlabbershirt gemütlich etwas essen und ein paar Drinks bestellen wollte und daran, wie dankbar ich sein müsste, auf so wichtige Veranstaltungen eingeladen zu werden. Aber ich fühle mich absolut gar nicht wichtig. Nur fehl am Platz. Der einzige Mensch unter 40 im gesamten Raum und irgendwie weiß nicht nur ich, sondern jeder andere hier absolut nicht, was ich hier zu suchen habe.

Irgendwann beginnen die Leute über Social Media zu lästern. Alles sinnlos. Jetzt hat auch noch jeder Idiot eine Meinung. Sowas sollte man nicht auch noch unterstützen! Ich habe das Gefühl, dass die Leute mich anstarren und so gar keine Lust irgendwas dazu zu sagen. Ich bleibe lieber die Idiotin mit der (stillen) Meinung und beschließe meinen Weißwein einfach schneller zu trinken. Zum Glück wird immer nachgegossen. Als das Programm sich dem Ende zuspielt, bin ich erstaunt, wie schnell ich es schaffe, ein Gebäude zu verlassen und merke, wie ich ein bisschen erleichtert bin, als ich mein Fahrradschloss aufschließe. Manchmal wünsche ich mir in Berlin zu wohnen und zwischen all den Bloggern und Freelancern unterzugehen. Will irgendjemand Mario Kart zocken und Pizza bestellen? Ich brauch jetzt ein Bier!

Monday update #3

Posted in opinion, random

Inspiriert: ich könnte Stunden auf 1000 Zeichen verbringen. Geschichten mit der perfekten Länge, von Menschen geschrieben, die einfach schreiben können. diese, diese und diese hier mag ich besonders gern.

Wishlist: Gestern, als ich wie alle anderen auch ein ganz bestimmtes Tv Format geschaut habe (das ist wie ein Unfall), habe ich nebenbei durch die Shops gesurft. Und dann hab ich sie gefunden. Die zu einem komplett schwarzen Outfit, das wäre doch der Hammer. Und jetzt guckt euch den Preis an!

Vorsatz: Ich brauche Geld, weil es bei mir in nächster Zeit einige räumliche Veränderungen geben soll. Das hat keine Eile, aber anfangen möchte ich schonmal. Durch den Blogger Bazaar konnte ich schon zusätzlich einiges auf die hohe Kante legen. Und ab jetzt lege ich alle Münzen, bis auf wenige weg. Die passende Spardose habe ich schon.

Auf dem Plan: Ihr bekommt noch einen Schwung Berlin zu sehen und ich wollte euch noch von meiner Wimpernverlängerung erzählen. Ansonsten bleibe ich diese Woche mal zuhause, nächste bin ich dann wieder über den Wolken. ;)

Gedanken: Mir fällt das hier wirklich schwer in Worte zu fassen, weil ich immer noch so geschockt bin. Wenn gewisse Blogger schreiben, dass sie sich für ihre Berufsbezeichnung schämen und quasi die einzigen sind, die auf der Fashion Week eine Daseinsberechtigung haben, dann muss das doch eine affektive Störung sein. Niemand kann doch SO eingebildet sein? Wenn ich mich jemals, auch noch in aller Öffentlichkeit, so über alle anderen Blogger äußern werde, dann holt mich bitte auf den Boden der Tatsachen zurück. Ich kann es absolut nachvollziehen, dass man sich freut, wenn man großartige Blogger wie Kenza mal live trifft. Ein Studium ist sicher kein Garant dafür, dass ihr Erfolg haben werdet, man kann es auch schaffen, ohne Studium absolut erfolgreich zu sein (siehe Sarah). Und solange ihr eine Einladung zur Show erhaltet, müsst ihr euch vor absolut niemandem rechtfertigen, wieso ihr zur Show kommt. Auch nicht vor anderen missgünstigen Bloggern, die sich über Selfies aufregen, in einem Post voller Selfies..

Need to see: Bestes Spiel der Welt: Ihr seid eine Katze und müsst soviele Sachen zerstören wie ihr könnt, bevor euer Besitzer nach Hause kommt.

Lieblingslied: Arctic Monkeys – Do I wanna know

PS: Ich wollte euch auf keinen Fall den Mund verbieten und mir tut das leid, dass ich euch jetzt die Plattform zur Diskussion nehme, aber das artet gerade ein bisschen aus. Team Jana, Bitchfight… Das klingt echt hart und das hatte ich gar nicht vor. Wahrscheinlich war es ein Riesenfehler überhaupt zu reagieren, denn ich weiß gerade gar nicht genau, was das Ziel war. Ich habe in dem Moment einfach impulsiv gehandelt und war einfach angekratzt, dass jemand wirklich solche Worte runter schreibt und das dann auch noch so meint. Ich kann halt manchmal auch nicht einfach weiter die Klappe halten. Besonders wenn man Menschen, die ich gern mag, ständig öffentlich so angeht.
Ich muss bei solchen Sachen einfach drüber stehen, sonst bin ich nichts besser und ich werde solche Personen und Äußerungen in Zukunft mit aller Kraft ignorieren. Das fällt mir nicht leicht, weil ich ein Mensch bin, der immer seine Meinung sagt und das auch wichtig findet, aber ich werde es zumindest versuchen.